News

Schwerer Rückschlag für LG

Südkoreanischer Handkonzern leidet und schwacher Handynachfrage, schwachem Dollar und LCD-Preisverfall.

19.04.2005, 15:11 Uhr
Internet© Victoria / Fotolia.com

Der südkoreanische Elektronikriese LG Electronics hat im abgelaufenen ersten Quartal 2005 einen deutlichen Einbruch beim Gewinn hinnehmen müssen.
Nettogewinn schmilzt dahin
Verantwortlich dafür waren unter anderem die Verluste seiner Bildschirm-Joint-Ventures. Der Nettogewinn schmolz gegenüber dem Vorjahresquartal um satte 86 Prozent auf umgerechnet 63,2 Miollionen Euro zusammen, teilte der Konzern mit. Die Umsätze stagnierten aufgrund der anhaltenden Dollarschwäche bei rund 7,3 Milliarden Euro. Damit verfehlte LG die Erwartungen der Analysten deutlich.
Während gegenüber dem Vorquartal in allen Bereichen der Umsatz sank, konnte er in der Mobilfunksparte um 15,6 Prozent auf 1,64 Milliarden Euro gesteigert werden. Im abgelaufenen Quartal verkaufte LG 11,1 Millionen Handys und damit 27 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Gegenüber dem Schlussquartal 2004, in dem noch 13,9 Millionen Handys verkauft wurden, musste LG allerdings auch hier Rückgänge hinnehmen.
Handys im Plus, Displays im Minus
Für den Gewinneinbruch waren aber vor allem die Verluste der Tochterunternehmen und Beteiligungen wie der Bildschirm-Joint Ventures LG Philips LCD und LG Philips Displays verantwortlich. Laut Wall Street Journal drückten LG aus diesen Bereichen Verluste in Höhe von insgesamt 120,7 Mio. Euro.
In Zukunft will sich LG nach eigenen Angaben auf hochwertige Produkte und Sparmaßnahmen konzentrieren, um den voraussichtlich weiter steigenden Materialkosten, dem Preisverfall im Display-Bereich sowie dem schwachen Dollarkurs zu begegnen.

(Hayo Lücke)

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang