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Schweiz geht gegen Spammer vor

In der Praxis hat das in Kraft tretende neue Gesetz nur Bedeutung für Spammer, die in der Schweiz sitzen. Insider gehen deshalb davon aus, dass die Neuregelung wenig Wirkung zeigt.

01.04.2007, 00:02 Uhr
Netzwerk© TheSupe87 / Fotolia.com

In der Schweiz müssen Spammer ab heute, den 1. April, mit empfindlichen Strafen für das Verschicken unerwünschter Werbe-Mails rechnen. Das neue Telekommunikationsgesetz sieht Geld- und Gefängnisstrafen für die Absender von Spam-Mails vor. Demnach ist es verboten, per E-Mail, SMS oder auf jedem anderen Telekommunikationsweg ohne Erlaubnis massenhaft Werbe-Mails loszuschicken.
Provider in der Pflicht
Ausgenommen davon sind nur Mitteilungen an Kunden, die ihre Adresse selbst durch das Versenden eines Auftrags in einem ähnlichen Geschäftsbereich preisgegeben haben. Die Internet-Anbieter sind verpflichtet, die Verbreitung von Spam-Mails durch ihre Kunden zu unterbinden.
Ein Tropfen auf den heißen Stein
In der Praxis hat das Gesetz nur Bedeutung für Spammer, die in der Schweiz sitzen. Insider gehen deshalb davon aus, dass die Neuregelung wenig Wirkung zeigt, weil nur etwa ein Prozent der Spam-Mails tatsächlich aus der Schweiz kommen. Dagegen kommen fast 70 Prozent der unerwünschten elektronischen Post aus Asien, vor allem aus China und den Philippinen.
Damit auch unsere Leser einen Weg aus dem Spam-Dilemma finden, haben wir einen umfangreichen Ratgeber mit Tipps und Tricks gegen unerwünschte Werbe-Nachrichten zusammengestellt.

(Hayo Lücke)

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