News

Schröder: Freies Internet in China

04.12.2003, 15:32 Uhr
Netzwerk© TheSupe87 / Fotolia.com

Der deutsche Bundeskanzler Gehard Schröder (SPD) hat am Mittwoch in einer Rede vor chinesischen Studenten neben der Achtung der Menschenrechte auch ein freies Internet gefordert. In der Volksrepublik China sind derzeit schätzungsweise etwa 40 Bürger wegen Verbreitung politischer Texte im Internet inhaftiert; die Internet-Aktivistin Liu Di wurde anlässlich der China-Reise des Bundeskanzlers freigelassen.
Das Bewusstsein universeller Menschenrechte verbreiten
Wie Schröder in seiner Rede betont hat, gehe es der Bundesregierung nicht um "den Export bestimmter Vorstellungen, sondern darum, das Bewusstsein universeller Menschenrechte zu verbreiten und zu vertiefen". In diesem Zusammenhang nannte der Kanzler auch die "so wichtige Frage der Freiheit des Internets": erst, wenn das Internet für In- und Ausländer attraktiv sei, werde China das ehrgeizige Ziel, in wenigen Jahren der größte Internetmarkt der Erde zu sein, erreichen.
Diese Attraktivität erreiche das Internet aber nur bei der Freiheit der Anbieter und Nutzer. Und die wird derzeit durch die chinesische Regierung massiv eingeschränkt. Laut der Organisation "Reporter ohne Grenzen" werden die im chinesischen Internet zirkulierenden Informationen von etwa 30.000 Kontrolleuren überwacht und auf Verträglichkeit mit dem chinesischen Recht überprüft.
Verhaftungen, Filter und Kontrolle - mehr zu den chinesischen Kontrollbemühungen finden Sie in "China: Im Web liest der Staat mit".

(Matthias-Emanuel Thömmes)

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang