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Schneller unterwegs Spielen: Mobile GeForceFX 5700 angekündigt

19.11.2003, 13:25 Uhr
Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com
Nun brechen auch für Notebookbesitzer bessere Zeiten an. NVIDIA bringt den verbesserten GeForceFX 5700 Grafikchip als Mobilversion heraus. Nachdem die aktuellen Grafikchips von NVIDIA unter DirectX 9-Bedingungen nicht so recht überzeugten, musste man nachlegen und brachte eine leicht verbesserte und höher getaktete Version herausbringen. Doch auch hier gibt es wieder einen Haken.

Der neue Grafikkern NV36 ist nichts weiter, als ein stark abgespeckter NV35 (aka FX 5900), dem die Hälfte der Render-Pipelines abgeschnitten wurden und die langsamer getaktet sind. Als Speicher kommt wie bei den großen „Brüdern“ nicht normaler DDR-RAM zum Einsatz, sondern DDR-RAM2. Der bietet eine deutlich höhere Speicherbandbreite, was der Geschwindigkeit zuträglich ist, jedoch auch eine sehr hohe Hitzeentwicklung. Und das ist bei Notebooks nicht gerade sinnvoll.

Kastrierte Innereien

Im Gegensatz zum GeForce FX 5700 (Ultra) bietet der GeForce FX Go5700 einen geringeren Speichertakt von 300 MHz (600 MHz DDR). Dieser liegt 150 (300) MHz unter dem normalen Takt. Das wirkt sich sehr negativ auf die Leistungswerte aus, ist aber eine logische Konsequenz aus der hohen Leistungsaufnahme und Hitzeentwicklung der 5700 Non-Go. Ansonsten würde der mobile Chip die Akkulaufzeit stark verringern. Die Frequenz des Grafikkerns liegt bei 450 MHz und kaum unter dem „Original“ (475 MHz).

Der GeForce FX Go5700 bietet zwei Betriebsmodi, die man schon von früheren NVIDIA-Produkten her kennt. Der PowerMiniMizer erkennt den aktuellen Verwendungszweck des Notebooks, ob etwa Word läuft oder ein Spiel, und reduziert den Kerntakt der GPU von 450 auf 350 MHz, um Strom zu sparen. Um dies zu untermauern, verringerte man die Kernspannung des Grafikbausteins von 1,18V etwas auf nur noch 1,1V. Die maximale Stromaufnahme soll laut Herstellerangaben bei 8W liegen. Zwischen Power- und Stromsparmodus kann man in den Treibereinstellungen umschalten.

Jetzt Neu: Verbesserte DX9-Leistung?

Wie aus Tests zum NVIDIA GeForce FX 5700 Ultra ersichtlich, haben die Ingenieure die Pixel und Vertex Shader optimiert. Das verhilft dem CineFX 2.0 des NV36 zu einer deutlich besseren Leistung unter DirectX-9-Bedingungen. Zudem wurden die UltraShadow-Funktionen verbessert. Wie stark die gesamten Verbesserungen wirklich ausfallen, könnte durch die problematischen Treiber kaschiert werden. Durch „Voroptimierungen“ ändern sie den Grafikcode, der die Spezialeffekte im Spiel, beschreibt durch im Grafikkartentreiber vorgespeicherte Routinen ab. Eine genaue Leistungseinschätzung ist so kaum mehr möglich. Nur eines lässt sich mit Gewissheit sagen: der GeForce FX Go5700 ist deutlich schneller, als sein Vorgänger Go5600.

Da beide Chips in einem speziellen Fertigungsgehäuse mitsamt dem Speicher untergebracht sind, ist die Umstellung beim Systemaufbau für Notebookhersteller kein Problem, so dass wir schon kurz nach dem Lieferstart im ersten Quartal 2004, mit Produkten vieler Notebookhersteller rechnen können. Gericom und Medion waren bisher immer sehr schnell bei Adaption der neuen GeForce-FX-Go-Modelle, so dass diese Hersteller wieder die Vorreiterrolle im deutschen Markt übernehmen werden.

(Thomas Köhre)

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