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Schmalbandkunden laufen freenet davon

Das Konzernergebnis konnte deutlich gesteigert werden, während der Umsatz einbrach. Gleichzeitig konnte das Hamburger Unternehmen bei DSL- und Mobilfunk-Kunden zulegen.

14.05.2007, 11:53 Uhr
DSL-Anschluss© IKO / Fotolia.com

Der Telekommunikationsanbieter freenet ist nicht nur mit einem Umsatzminus in das erste Quartal gestartet, auch die Kundenzahl sank. Das geht aus dem heute in Hamburg vorgestellten Quartalsbericht des Unternehmens hervor. Der Bericht enthält auch Zahlen, die bisher gesondert von der inzwischen übernommenen Mobilfunk-Tochter mobilcom veröffentlicht wurden.
Umsatz geht zurück
Insgesamt konnte die freenet AG im ersten Quartal des laufenden Jahres 452,4 Millionen Euro erwirtschaften. Im vierten Quartal vergangenen Jahres lag der Umsatz noch bei 530,2 Millionen Euro, im Vergleichsquartal 2005 bei 522 Millionen Euro. Sowohl im Mobilfunk- als auch im Festnetz- und Internet-Geschäft nahm freenet weniger Geld ein. Dennoch konnte der Hamburger Konzern das Gesamtergebnis im Jahresvergleich deutlich steigern. Stand Ende des ersten Quartals 2006 ein Plus von 18 Millionen Euro, waren es in den ersten drei Monaten dieses Jahres 49,9 Millionen. Die liquiden Mittel wuchsen in diesem Zusammenhang von 458,5 Millionen Euro auf 538 Millionen Euro an.
Mehr DSL-Kunden
Ebenfalls rückläufig ist die Zahl der Kunden. Konnte freenet vor einem Jahr noch 14,94 Millionen Kunden verzeichnen, waren es Ende März dieses Jahr nur noch 12,67 Millionen. Der Rückgang basiert aber in erster Linie auf dem Verlust von weniger wertvollen Schmalbandkunden. So sank die Zahl der Internet-Zugangskunden insgesamt von 3,53 Millionen auf 3,06 Millionen, bei DSL-Kunden konnte freenet aber deutlich zulegen. Hier wuchs die Kundenzahl von 780.000 auf 1,17 Millionen. Die Zahl der Mobilfunk-Kunden wurde zwischen Ende März 2006 und Ende März 2007 um 120.000 auf 5,12 Millionen gesteigert.
An der Börse wurden die neuen Quartalszahlen wenig euphorisch aufgenommen. Der Kurs der freenet-Aktie sackte am Morgen um fast zwei Prozent auf 23,85 Euro ab.

(Hayo Lücke)

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