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Schluss mit lustig! Amazon macht Verlust

Der teure Expansionskurs hat dem weltgrößten Online-Händler Amazon einen Verlust eingebrockt. Im zweiten Quartal verlor das US-Unternehmen unterm Strich 7 Millionen Dollar (5 Millionen Euro).

25.07.2013, 22:51 Uhr (Quelle: DPA)
Amazon© Amazon

Der teure Expansionskurs hat dem weltgrößten Online-Händler Amazon einen Verlust eingebrockt. Im zweiten Quartal verlor das US-Unternehmen unterm Strich 7 Millionen Dollar (5 Millionen Euro), nachdem es im Vorjahreszeitraum noch einen hauchdünnen Gewinn einfahren konnte. Anleger waren überrascht; nachbörslich fiel die Aktie am Donnerstag um 2 Prozent.

Umsatz legt deutlich zu

Amazon nimmt das Minus allerdings bewusst in Kauf: Mit eigenen Produkten wie den Kindle-Tablets und Kampfpreisen im Sortiment versucht der Konzern, seinen Marktanteil stetig zu vergrößern. Auch der Aufbau neuer Versandzentren geht ins Geld.

Der Lohn der Mühe: Amazon wächst weiterhin rasant. Der Umsatz stieg um 22 Prozent auf 15,7 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Sitz in Seattle mitteilte. Besonders stark legte dabei das wichtige Geschäft im Heimatmarkt zu, während der Ausbau des internationalen Zweigs hinterherhinkte. Die hohen Investitionen werden nach Ansicht von Gründer und Chef Jeff Bezos im laufenden Quartal zu einem noch höheren Verlust führen von operativ bis zu 440 Millionen Dollar.

In Deutschland hatte Amazon zuletzt mit Streiks Schlagzeilen gemacht. Beschäftigte der Versandzentren legten mehrfach die Arbeit nieder. Sie kämpfen für höhere Löhne, Amazon will dem aber nicht nachgeben. Das Unternehmen hat in Deutschland acht Versandlager und rund 9000 Mitarbeiter. Ein neuntes Logistikzentrum entsteht gerade.

Auch das deutsche Geschäft läuft rund

"In Deutschland sind wir mit der Geschäftsentwicklung sehr zufrieden", sagte Kleber. Im brandenburgischen Brieselang baut der Konzern derzeit sein neuntes Logistikzentrum in Deutschland. Für das im Juni gestartete Angebot AutoRip seien inzwischen Hunderttausende Titel verfügbar. Wer einen dieser Titel zum Beispiel als CD kauft, erhält kostenlos eine MP3-Version dazu. AutoRip schlage die Brücke zwischen physisch und digital, sagte Kleber.

Im asiatischen Markt setzt das Unternehmen vor allem in China weiterhin auf großes Wachstum, in Indien sei das Angebot gerade an den Start gegangen. Die Hardware für den Ausbau der Webservices von Amazon koste ebenfalls viel Geld, sagte Kleber.

(Hayo Lücke)

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