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Schlechte Noten für Handy-Hotlines

Die Stiftung Warentest stellt den Hotlines der Mobilfunker keine guten Noten aus. Lange Wartezeiten und teurer Service.

22.09.2005, 09:03 Uhr
Smartphone© goodluz / Fotolia.com

Die Hotlines der Mobilfunkanbieter sind zwar rund um die Uhr erreichbar, aber selten kompetent. Auch durch lange Wartezeiten und Kosten für Auskünfte muss der Kunde Abstriche beim Service hinnehmen, wie die Stiftung Warentest in der aktuellen Zeitschrift "test" herausfand.
Die Tester nahmen insgesamt neun Anbieter unter die Lupe. Selbst bei den insgesamt noch "befriedigenden" Hotlines von T-Mobile und Vodafone wurden jeweils zwei der sieben Testfragen nicht ausreichend beantwortet. Alle anderen Hotlines erhielten nur ein "ausreichend" oder "mangelhaft".
In der Warteschleife
Ein Ärgernis sind auch die langen Wartezeiten. Ein Mitarbeiter der Hotline wurde durchnittlich erst nach fast vier Minuten erreicht. Am längsten warteten die Tester bei Vodafone mit durchschnittlich knapp neun Minuten. E-Plus und The Phone House kommen zumindest beim telefonischen Service, der die Gesprächsführung und die Kosten einschließt, noch auf ein "befriedigend".
In der Regel lassen sich die Mobilfunkanbieter den Service gut bezahlen. Im Schnitt kostet eine Auskunft 1,40 Euro, vom Handy aus sogar 2,21 Euro. Nur T-Mobile und Vodafone bieten mit 35 beziehungsweise 93 Cent einigermaßen moderate Preise. Dabei ist zu beachten, dass Vertragskunden meist gar nichts zahlen müssen, Prepaidkunden hingegen überdurchschnittlich viel.
Noch schlechter als die Hotlines schnitten laut "test" die E-Mail-Services ab. Zwei Drittel aller Mails im Test blieben unbeantwortet oder wurden nichtssagend beantwortet.

(Hayo Lücke)

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