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Schlappe für meistgesuchten Computer-Hacker

Ein Londoner Gericht lehnte den Berufungsantrag des britischen Computerfachmanns Gary McK. gegen eine Auslieferung in die USA ab.

04.04.2007, 09:44 Uhr
Datenverkehr© Julien Eichinger / Fotolia.com

Die Auslieferung des mutmaßlich gefährlichsten Computer-Hackers der Welt in die USA ist einen Schritt näher gerückt: Ein Londoner Gericht lehnte den Berufungsantrag des britischen Computerfachmanns Gary McK. gegen eine Auslieferung ab.
Aussage gegen Aussage
Die USA werfen dem 41-jährigen Arbeitslosen vor, in den Jahren 2000 und 2001 von London aus in Computer des US-Militärs und des Pentagons eingedrungen zu sein und dort wichtige Daten gelöscht zu haben. McK. gab dagegen zu Protokoll, er habe in den Computernetzwerken nach Beweisen für die Existenz von UFOs gesucht und die Sicherheit der Vereinigten Staaten nicht gefährden wollen.
Konkret werfen die USA McK. unter anderem vor, er habe kurz nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 eine ganzes Computernetzwerk der Marine mit mehr als 300 Geräten lahm gelegt. Unterstützer McK.s zufolge soll der Brite jedoch nur als Sündenbock für Sicherheitslücken beim US-Militär herhalten.
Lange Haftstrafe droht
McK. war im November 2002 von einem Gericht im US-Bundesstaat Virginia in sieben Punkten angeklagt worden. Wenn er in den USA schuldig gesprochen würde, drohen ihm bis zu zehn Jahre Haft und eine Geldstrafe von bis zu 250.000 Dollar.

(Hayo Lücke)

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