Neuer Anlauf

Samsungs Galaxy Fold soll im September starten

Samsungs Falt-Smartphone Galaxy Fold sollte eigentlich schon im Frühjahr auf den Markt kommen. Kurz vor dem Start gab es aber Probleme mit dem Display und den Scharnieren. Nun wird ein neuer Start im September anvisiert.

Melanie Zecher, 25.07.2019, 08:16 Uhr (Quelle: DPA)
Samsung Galaxy Fold© Samsung Electronics GmbH

Schwalbach - Samsung will sein auffaltbares Smartphone Galaxy Fold nach einem Fehlstart im April nun im September in ausgewählten Märkten in den Handel bringen. Konkrete Angaben für die einzelnen Länder würden zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben, teilte der Smartphone-Marktführer am Donnerstag mit.

Im April waren kurz vor dem geplanten Marktstart zum Teil massive Probleme bei Testgeräten aufgetreten. In Deutschland sollte das Gerät ursprünglich für rund 2.000 Euro am 3. Mai in den Handel kommen.

Was hat Samsung beim Galaxy Fold verbessert?

Die Zeit habe man für Verbesserungen am Design und dem Nutzererlebnis genutzt. Bei den aktuellen Geräten sei die obere Schutzschicht des Displays vergrößert worden, so dass sie deutlich als integraler Bestandteil erkennbar sei, hieß es. Zudem verfüge das Gerät für den Schutz vor äußeren Partikeln nun über zusätzliche Verstärkungen. So würden die Scharniere mit weiteren Schutzklappen verstärkt. Zusätzliche Metallschichten sorgten für einen besseren Schutz unterhalb des Displays. Zudem wurde der Abstand zwischen Scharnier und Gehäuse verringert.

Schwachstelle Scharnier

Die im April an Journalisten verteilten Geräte hatten erste Tests teils nicht überstanden. So soll das Scharnier, das beide Displays zusammenhält, eine große Schwachstelle gewesen sein, hieß es in Medienberichten. Einige Tester hatten auch irrtümlich die Schutzschicht auf dem Display abgezogen, die aber als Bestandteil des Bildschirms gedacht war. Auch die große Lücke zwischen Scharnier und Gehäuse in zugeklapptem Zustand wurde bemängelt.

Auch die Konkurrenz verschiebt den Start

Für Samsung gilt das Galaxy Fold als bedeutendes Prestige-Projekt. Das Gerät sollte das weltweit erste auf dem Markt sein, dessen Bildschirm sich auf die Größe eines kleinen Tablets auffalten lässt. Mit seinem chinesischen Konkurrenten Huawei, der sein Mate X ins Rennen schicken wollte, lieferte sich das südkoreanische Unternehmen seit Jahresbeginn einen kurzatmigen Wettlauf. Kurz nach dem missglückten Debüt des Fold verschob allerdings auch Huawei den zuvor für Mitte des Jahres angekündigten Marktstart.

Auch das Mate X soll im September in den Handel kommen, im Februar war dafür ein Preis von rund 2.300 Euro veranschlagt worden. Das Unternehmen erwartet allerdings, dass der Preis innerhalb von zwei Jahren womöglich unter 1.000 Euro fallen wird. Möglicherweise können sich bereits Besucher der Unterhaltungselektronik-Messe IFA (6. bis 11. September) auf ein Spektakel der beiden Rivalen einstellen und erste Blicke auf die dann marktreifen Geräte werfen.

Die Zeit bis dahin wollte Huawei dafür nutzen, vor allem die Qualität des Displays zu verbessern, bei dem eine der großen Herausforderungen durch den Faltmechanismus entstehen. Ob das Gerät wie im Februar angekündigt auch mit dem Google-Betriebssystem Android ausgestattet sein wird, bleibt abzuwarten. Huawei war im Sommer auf einer schwarzen Liste der US-Regierung gelandet, die es amerikanischen Unternehmen erschwert, weiter Handelsbeziehungen mit Huawei zu betreiben.

Samsung Galaxy Fold

Samsung Galaxy Fold

  • Android
  • 16 Megapixel-Kamera
  • 7,3 Zoll AMOLED Display
  • 512 GB Speicher
  • ab 414,08 € mit Vertrag
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