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Samsung-TVs: Videos mit Zusatzwerbung - Stellungnahme der Südkoreaner

Australien: Samsung Smart TVs haben bei der Nutzung von Online-Diensten offenbar zusätzliche Werbung in Videos eingeblendet, schuld daran war wohl ein Software-Fehler. Wie das Unternehmen heute mitteilte, sind europäische Nutzer aber nicht betroffen.

12.02.2015, 15:42 Uhr (Quelle: DPA)
Internet© Victoria / Fotolia.com

Samsung-Fernseher mit Internet-Anschluss haben Zuschauern in Australien bei der Nutzung von Videos zusätzliche Werbung eingespielt. "Dies wurde offenbar durch einen Fehler hervorgerufen", erklärte das Unternehmen am Mittwoch und entschuldigte sich bei den Kunden. Aktuell seien nur Fälle in Australien bekannt. Es seien "gründliche Nachforschungen" gestartet worden.

Stellungnahme von Samsung

Wie eine Unternehmenssprecherin am heutigen Donnerstag in Hamburg mitteilte, blendet Samsung auf seinen Fernsehgeräten in Europa keine Werbung ein, wenn die Nutzer eigene Inhalte auf dem TV-Gerät anschauen: "Nutzer können also ihre Videos, Fotos oder sonstigen Inhalte, die lokal über das heimische Netzwerk oder andere Zuspielmöglichkeiten wie USB zugänglich sind, ungestört von Werbeunterbrechungen verfolgen", heißt es in der Erklärung (PDF).

Zuvor hatten Anwender aus Australen berichtet, dass beim Abspielen von Videodateien aus dem eigenen Netzwerk Werbeeinblendungen angezeigt wurden. "Dies wurde offenbar durch einen Fehler hervorgerufen", erklärte Samsung.

Auf Smart TVs von Samsung in Europa gebe es nur einen kleinen Bereich im sogenannten Smart Hub, der verwendet werde, um auf Apps, Dienste oder deren Inhalte aufmerksam zu machen. Das Smart Hub erscheint, wenn man auf dem Samsung-Fernseher Online-Anwendungen starten möchte. In einem kleinen Rechteck oben rechts würden einige Apps von Drittanbietern auch Werbung zeigen. Als Beispiel nannte Samsung einen kurzen Werbeclip vor dem Start eines aufgerufenen Videofilms.

Südkoreanisches Unternehmen erntet erneut Kritik

Samsung war erst vor einigen Tagen für seine Smart TVs kritisiert worden. Die Datenschutzbestimmungen legten den Schluss nahe, dass die Geräte ständig die Gespräche ihrer Besitzer in deren Wohnzimmern aufzeichneten und online übermittelten. Samsung musste klarstellen, dass Sprachkommandos erst übertragen würden, nachdem Nutzer die Funktion per Tastendruck auf ihrer Fernbedienung aktivieren.

(Marcel Petritz)

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