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Samsung stattet Smartphones mit regionalem SIM-Lock aus

Update: Samsung beschränkt die Nutzungsrechte seiner Smartphone-Kunden: Mehrere Smartphones, die seit Juli dieses Jahres produziert wurden, funktionieren nur noch eingeschränkt mit SIM-Karten aus Regionen, in denen sie gekauft wurden.

26.09.2013, 16:54 Uhr
SMS schreiben© Andres Rodriguez / Fotolia.com

Dinge, die die Welt nicht braucht: Samsung hat offiziell bestätigt, dass einige der neuesten Smartphone-Modelle künftig mit einem regionalen SIM-Lock ausgestattet sind. Davon berichtet unter anderem das dem Unternehmen nahestehende Blog AllAboutSamsung unter Verweis auf eine offizielle Stellungnahme.

Gefährliche Tendenz

In der Mitteilung des südkoreanischen Konzerns heißt es, dass alle seit Juli dieses Jahres produzierten und mit einem entsprechenden Aufkleber versehenen Geräte der Modelle Galaxy S3, Galaxy S4, Galaxy S4 Mini, Galaxy Note 2 und Galaxy Note 3 nur noch mit SIM-Karten aus bestimmten Regionen funktionieren, in denen das Smartphone auch gekauft wurde. Anders ausgedrückt: Wer sich eines der oben genannten Samsung-Smartphones im europäischen Raum kauft, kann sie nur mit SIM-Karten aus den folgenden Ländern verwenden.

  • Albanien, Andorra
  • Belgien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien
  • Dänemark
  • Estland
  • Finnland, Frankreich
  • Deutschland
  • Griechenland, Großbritannien
  • Island, Irland, Italien
  • Kroatien
  • Lettland, Liechenstein, Litauen, Luxemburg
  • Malta, Mazedonien, Moldawien, Monaco, Montenegro
  • Niederlande, Norwegen
  • Österreich,
  • Polen, Portugal
  • Rumänien
  • San Marino, Schweden, Schweiz, Serbien, Slowakei, Slowenien, Spanien
  • Tschechische Republik
  • Ungarn
  • Vatikanstadt
  • Weißrussland
  • Zypern

Klingt zunächst nicht weiter dramatisch. Aber: Wird eines der genannten Smartphone-Modelle zum Beispiel mit auf die Reise nach Amerika, Australien oder Asien genommen, kann es dort nicht mit einer vor Ort gekauften SIM-Karte verwendet werden.

Zwar weist Samsung darauf hin, dass die regionale SIM-Karten-Sperre nur für neu produzierte Geräte gilt, sie ist aber dennoch ein Schlag ins Kontor, weil sie die Nutzungsmöglichkeiten massiv einschränkt und die mobile Kommunikation unter Umständen deutlich verteuert. Etwa dann, wenn für eine mobile Datenverbindung notgedrungen auf das Roaming-Verfahren gesetzt werden muss, statt auf einen lokalen Mobilfunk-Provider.

Update 19:45 Uhr: SIM-Lock wird aufgehoben

Wie Samsung am Abend gegenüber AllAboutSamsung erklärte, wird der SIM-Lock aufgehoben, sobald beispielsweise ein in Europa gekauftes Smartphone erstmals in einem europäischen Netz eingesetzt wird. Dann sollen sich auch überregionale SIM-Karten einsetzen lassen - zum Beispiel auch jene aus den USA.

(Hayo Lücke)

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