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Samsung stampft bis zu 30 Prozent seiner Smartphones ein

Samsung hat Probleme: Im Einsteigersegment sind die Südkoreaner zu teuer, im deutlich lukrativeren Hochpreis-Segment räumt derzeit Apple ab. In Zukunft will das Unternehmen deshalb auf weniger, aber wettbewerbsfähigere Smartphones setzen.

19.11.2014, 13:30 Uhr (Quelle: DPA)
SMS© TristanBM / Fotolia.com

Wie unter anderem die "Financial Times" berichtet, will Samsung sein Smartphone-Portfolio 2015 um 25 bis 30 Prozent verkleinern. Ziel ist es laut Robert Yi, Senior Vice President von Samsung, die Kosten durch mehr Massenproduktion zu senken - die Kunden sollen dabei von einem niedrigeren Preis profitieren.

Konkurrenzdruck zwingt Samsung zu diesem Schritt

In Zukunft wollen sich die Südkoreaner vor allem auf die derzeit wettbewerbsfähigen Modelle konzentrieren, die jetzige Entscheidung des Konzerns dürfte nicht von ungefähr kommen. Samsung ist zwar nach wie vor mit Abstand der weltgrößte Smartphone-Anbieter, der Marktanteil sank aber im vergangenen Quartal laut Expertenberechnungen auf knapp ein Viertel von über 32 Prozent vor einem Jahr.

Derzeit hat Samsung mit zwei großen Konkurrenten zu kämpfen: Bei günstigen Geräten, die einen großen Teil der Modellpalette ausmachen, erobern chinesische Rivalen wie Xiaomi immer mehr Marktanteile. Im lukrativeren Hochpreis-Segment punktet gerade Apple mit den beiden Modellen seines neuen iPhone 6.

Viele Modelle verderben das Geschäft

Bislang hat Samsung angestrebt, in jeder Preisklasse ein Smartphone anzubieten, was es schwierig macht, Kosten zu senken. Dieses Problem hat Apple mit seiner vergleichsweise schmalen Produktpalette nicht.

Analysten rechnen damit, dass Samsung seine Smartphones in Zukunft deutlich günstiger im Einstiegs- und Mittelklasse-Segment anbieten wird, um die verlorenen Marktanteile zurück zu erobern.

Chung Chang-won, Analyst bei der japanischen Finanzholding Nomura, bringt es so auf den Punkt: "Es wird Zeit für das Unternehmen, Entscheidungen zu treffen und sich auf einige (wenige) konkurrenzfähige Modelle zu konzentrieren, um besser mit den chinesischen Rivalen mithalten zu können, die ähnliche Produkte zu einem viel geringeren Preis anbieten können".

(Marcel Petritz)

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