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Samsung plant eigenen Bezahldienst - Apple Pay bekommt weitere Konkurrenz

Samsung bläst zum Angriff auf Apples Bezahldienst Apple Pay. Laut "Recode" wollen die Südkoreaner mit dem US-Startup LoopPay kooperieren, die Chancen stehen gut.

18.12.2014, 17:40 Uhr
Apple© Apple

Wie die US-Site "Recode" berichtet, will Samsung offenbar seinen eigenen Bezahldienst nach Vorbild von Apple Pay einführen.

LoopPay: Große Akzeptanz in den USA

Nach Informationen von "Recode" soll sich Samsung bereits in Gesprächen mit dem Startup LoopPay befinden, das sich auf innovative Zahlungsmöglichkeiten spezialisiert hat.

So bietet das Unternehmen Smartphone-"Hüllen" mit einer speziellen Karte an, auf den die Zahlungsdaten hinterlegt werden können. Anschließend muss die so "programmierte" Smartphone-Hülle zur Zahlung nur in die Nähe eines entsprechenden Lesegeräts gehalten werden. Nach eigenen Angaben wird LoopPay in mehr als 10 Millionen Geschäften akzeptiert. Die Vorteile von LoopPay gegenüber dem Bezahldienst von Apple hat das Unternehmen auf seiner Website zusammengetragen.

NFC-Nachrüstung bringt Probleme für Apple

Der Vorteil von LoopPay gegenüber Apple Pay ist die immense Verbreitung von Kassen-Terminals, die Karten mit Magnetstreifen annehmen. Für das Zahlungssystem von Apple ist zwingend NFC erforderlich, diese Technik muss an unzähligen Kassen erst mal nachgerüstet werden. Mittelfristig will Samsung aber für die größte Akzeptanz einen Hybriden aus beiden Möglichkeiten schaffen.

Für LoopPay kommt die mögliche Zusammenarbeit mit Samsung gerade recht: Die klassische Magnetstreifentechnik ist auf dem Rückmarsch und wird in Zukunft durch die hier bereits bekannten Chips ersetzt. Eine Zusammenarbeit mit den Südkoreaner würde das Unternehmen über Jahre absichern.

Apple steckt derweil in der Bredouille: Ende November haben zahlreiche US-Händler die NFC-Funktion an ihren Kassen deaktiviert: Sie wollen im nächsten Jahr ein Konkurrenzangebot anbieten.

(Marcel Petritz)

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