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Samsung: Gewinn sinkt um 60 Prozent - starker Wettbewerb durch iPhone & Co

Da können die Handys noch so gut sein - wenn die Konkurrenz besser oder billiger ist, gibt es Lücken in der Kasse. Auch der erfolgsverwöhnte Konzern Samsung bekommt das zu spüren: Das operative Ergebnis für das dritte Quartal fiel im Jahresvergleich rapide ab.

07.10.2014, 15:51 Uhr (Quelle: DPA)
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Beliebt sind sie immer noch, aber trotzdem will es im Geldbeutel von Weltmarktführer Samsung nicht so recht klingeln. Das operative Ergebnis des südkoreanischen Technologie-Konzerns für das dritte Quartal fiel im Jahresvergleich um rund 60 Prozent. Es ist der vierte Quartalsrückgang in Folge. Der Grund: Verschärfter Wettbewerb bei Smartphones.

Endgültige Zahlen zum Monatsende

Der Gewinn aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im abgelaufenen Quartal werde auf 4,1 Billionen Won (etwa 3,1 Mrd Euro) geschätzt, teilte der größte Hersteller von Handys, Speicherchips und TV-Geräten am Dienstag mit. Der Umsatz werde bei 47 Billionen Won liegen, nach rund 59 Billionen Won im dritten Quartal 2013. Endgültige Zahlen, den Überschuss eingeschlossen, will Samsung wie üblich erst später im Monat nachliefern.

Die Unsicherheiten im Geschäft mit IT und mobiler Kommunikation wie Handys, Netzwerken und digitaler Bildverarbeitung dauerten im vierten Quartal 2014 an, hieß es einer Mitteilung von Samsung.

Zwar habe sich der Smartphone-Absatz im Zeitraum zwischen Juli und September "inmitten eines intensiven Wettbewerbs leicht erhöht". Doch das Betriebsergebnis sei infolge höherer Marketingausgaben und eines niedrigeren durchschnittlichen Verkaufspreises zurückgegangen. Bei den Modellen im oberen Preissegment sei der Absatz gesunken. Gleichzeitig seien die Preise für ältere Modelle gefallen. 

Harte Zeiten durch neue iPhones

Der schlechtere Ergebnisausblick kam für Marktbeobachter nicht überraschend. Der Wettbewerb im Smartphone-Markt ist schärfer geworden. Besonders in Asien machten zuletzt lokale Hersteller Samsung seine Spitzenposition im Geschäft mit Handys und Smartphones streitig, wie Markterhebungen in Indien und China zeigen. Daneben verzeichnete Apple mit seinen neuen iPhone-Modellen im Oberklasse-Segment große Absatzerfolge. Damit nehmen die Rivalen Samsung in die Zange aus zwei Richtungen sowohl bei günstigen als auch bei teuren Geräten.

Zugleich setzt Samsung weiter auf den zunehmenden Bedarf an Speicherkapazitäten in mobilen Geräten, eingeschlossen Smartphones. Am Montag hatte der Elektronikhersteller den Bau einer neuen riesigen Chip-Fabrik am heimischen Standort in Pyongtaek unweit von Seoul für umgerechnet mehr als elf Milliarden Euro angekündigt.

Der Ertrag im Speicher-Geschäft habe sich im Vergleich zum Vorquartal verbessert, teilte Samsung am Dienstag weiter mit. Als Gründe dafür nannte das Unternehmen eine starke saisonale Nachfrage nach PCs und Servern, die Stabilisierung der Marktpreise sowie eine allgemeine Kostenreduzierung.

(Dorothee Monreal)

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