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Samsung Galaxy S6: Befreiungsschlag oder Niedergang?

Am 1. März wird Samsung sein neues Spitzenmodell, das Galaxy S6, vorstellen. Die Einladung zum "Unpacked"-Event im Rahmen des Mobile World Congress zeigt jedoch nur ein kleines Detail. Dabei wird Großes erwartet, denn Samsung muss sein Flaggschiff neu erfinden.

04.02.2015, 15:38 Uhr
Handy Telefonat© Yuri Arcurs / Fotolia.com

Am 1. März wird Samsung sein neues Spitzenmodell, das Galaxy S6, vorstellen. Die Einladung zum "Unpacked"-Event im Rahmen des Mobile World Congress zeigt jedoch nur ein kleines Detail. Dabei wird Großes erwartet, denn Samsung muss sein Flaggschiff neu erfinden.

Samsung in der Defensive

Die Hauptkritik nach der Vorstellung des Samsung Galaxy S5 im letzten Jahr lautete: ohne große Überraschungen. Es gab graduelle Verbesserungen, mehr aber auch nicht. Es fehlte das Originelle.

Das schlug sich dann schließlich auch in den aktuellen Verkaufszahlen nieder. Apple überholte Samsung bei den verkauften Smartphones. Androidgeräte aus China jagten Samsung zusätzliche Marktanteile ab.

Noch nichts Großes dabei

Eine erste Änderung von Samsungs Strategie wurde bereits vor wenigen Monaten verkündet: Es wird weniger Modelle geben. Stattdessen soll sich mehr auf die einzelnen Produkte konzentriert werden. Offen blieb jedoch, wie das Spitzenmodell neu erfunden werden sollte.

Seit Wochen schon sickern immer wieder Details zum Samsung Galaxy S6 durch. Nicht jedes Gerücht wird sich hinterher auch im Gerät wiederfinden. Dennoch lässt sich jetzt schon sagen: Der große Wurf ist nicht dabei.

Das S6 ein Double-Edge?

Die Einladung zur Präsentation zeigt eine geschwungene Kurve, wie sie auch an den Edge-Modellen zu sehen ist. Dort wird das Display über die Kante hinweg bis auf die Geräteseite gezogen. Der Clou beim Galaxy S6 könnte sein, dass dies nicht nur auf einer, sondern auch auf der gegenüberliegenden Seite so ist. Aber ob das allein neue Käufer bringen wird?

Um dem Galaxy S6 mehr Stabilität zu geben, könnte der Rahmen, wahrscheinlich sogar die gesamte Rückseite aus einem Stück Metall gefertigt sein. Das wäre tatsächlich neu für Samsung, die bisher auf einen Kunststoff gesetzt haben, der zwar hochwertig war, aber auch samsungtypisch viele Fingerabdrücke zeigte. Der Akku wird sich dann aber wohl nicht mehr wechseln lassen.

QHD-Auflösung und Universal Flash Storage

Im Samsung Galaxy S6 soll ein 5 Zoll großer Super-AMOLED-Bildschirm stecken, der im Vergleich mit dem Vorgänger etwas kleiner geworden ist, dafür aber eine QHD-Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixeln anzeigt.

Der neue 64-bit-Prozessor Exynos 7420 mit acht Kernen würde von drei oder vier Gigabyte RAM ergänzt. Der Kunde hätte die Wahl zwischen 32, 64 und 128 Gigabyte Speicher, wobei das Galaxy S6 das erste Smartphone sein könnte, in dem der Universal Flash Storage (UFS) zum Einsatz kommt, der dreimal schneller und zudem energiesparsamer ist als herkömmlicher Speicher.

Zum iPhone aufschließen

Android 5.0 Lollipop soll Samsung durch eine grundlegend überarbeitete Version von TouchWiz ergänzt haben, die sich mehr an das Original-Android anlehnt und weniger eigene Apps vorinstalliert.

Beim Fingerabdruck-Sensor soll der Finger nicht mehr darüber gezogen, sondern wie beim iPhone darauf abgelegt werden. Es soll mit dem Galaxy S6 auch einen neuen Bezahldienst geben, der Kreditkarten mit Funkchip ersetzen und über den Paypal-Konkurrenten LoopPay abgewickelt werden soll.

(Peter Giesecke)

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