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Samsung Galaxy NX – Systemkamera mit Android und LTE im Hands on

Die neue Profikamera Galaxy NX ist nicht nur mit Android 4.2 ausgestattet, sie unterstützt auch LTE. Wir haben uns das Gerät in London schon einmal aus nächster Nähe angesehen.

21.06.2013, 11:29 Uhr
Welt© Julien Eichinger / Fotolia.com

Bisher kannte man von Samsung neben Fernsehern vor allem eines: Smartphones und Tablets auf Basis von Android. Doch die Grenzen verschmelzen zusehends. Bestes Beispiel: im Laufe der nächsten Wochen wird der südkoreanische Elektronikkonzern seine erste Systemkamera auf den Markt bringen, die auf Basis von Android 4.2 Jelly Bean arbeitet – mit einem großen Touchscreen auf der Rückseite: die Galaxy NX. Wir hatten auf dem offiziellen Launch-Event in London die Möglichkeit, einen kurzen Blick auf das Gerät zu werfen.

Bedienung über TFT-Display

Pfiffigerweise wurde die Galaxy NX so konzipiert, das möglicherweise bereits gekaufte Aufsteck-Objektive anderer Systemkameras aus dem Hause Samsung auch mit der neuen Android-Cam nutzbar sind. Der integrierte Kamerasensor arbeitet mit einer Auflösung von 20,3 Megapixeln, der verbaute Quad-Core Prozessor mit 1,6 Gigahertz. Auch auf ein integriertes Blitzlicht muss natürlich nicht verzichtet werden. Durch das Android-Menü wird über ein 4,8 Zoll großes TFT-Display navigiert, das zügig und präzise reagiert.

Abzuwarten bleibt, ob das auch bei einem gut gefüllten Flash-Speicher noch der Fall ist. Denn die kleinere Galaxy Camera stößt in diesem Punkt häufig an ihre Grenzen. Apropos Speicher: immerhin 16 Gigabyte an Daten können im Gerätespeicher abgelegt werden. Darüber hinaus steht ein MicroSD-Slot für bis zu 64 Gigabyte Extraspeicher zur Verfügung.

LTE-Support inklusive

Neben Android die zweite Besonderheit: Die Galaxy NX verfügt über einen Schacht für eine SIM-Karte, damit aufgenommene Fotos direkt über eine mobile Datenverbindung verschickt werden können. Zum Beispiel für Foto-Journalisten ist das eine richtig gute Lösung, aber auch für Privatkunden interessant, die in Sozialen Netzwerken ihre Eindrücke mit Freunden teilen möchten. Unterstützt werden nicht nur HSDPA-Verbindungen, sondern sogar LTE.

An weiteren Funktionen wurde in die Kamera eine Bluetooth-Schnittstelle integriert, es steht auf Wunsch eine WLAN-Verbindung im 2,6 und 5-Gigahertz-Bereich zur Verfügung und auch auf GPS muss nicht verzichtet werden. Darüber hinaus hat Samsung 2 Gigabyte Arbeitsspeicher verbaut. Bereits ab Werk vorinstalliert ist Adobe Photoshop Lightroom. On top gibt es 50 Gigabyte Dropbox-Speicher für zwei Jahre kostenlos.

Preis noch unklar

Weitere Kamerafunktionen: Serienbildaufnahme mit 8,6 Bildern pro Sekunde, neun verschiedene ISO-Werte (100 – 25.600) und Full HD-Video-Unterstützung. Etwas ungewöhnlich ist, dass es kaum mechanische Tasten gibt, die bedient werden könnten. Offenbar hat Samsung in erster Linie viel Wert auf eine einfache Bedienung über den Touchscreen legen wollen. Der mitgelieferte Akku der 465 Gramm schweren Kamera hat eine Kapazität von 4.360 mAh.

Noch unklar ist, zu welchem Preis und ab wann genau die Galaxy NX in Deutschland in den Handel kommen wird.

(Hayo Lücke)

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