News

Samsung blockt Zubehör-Funktion von Drittherstellern

Wer sich zum Samsung-Tablet Galaxy Note 3 das Flip-Cover S-View von Spigen gekauft hat, dürfte nach einem Update auf Android KitKat eine Überraschung erlebt haben. Nach Schließen der Hülle wechselte die Anzeige nicht mehr in den dafür vorgesehenen Modus.

23.01.2014, 15:31 Uhr
Arbeitsplatz© Brad / Fotolia.com

Wer sich zum Samsung-Tablet Galaxy Note 3 das Flip-Cover S-View von Spigen gekauft hat, dürfte nach einem Update auf Android KitKat eine Überraschung erlebt haben. Nach Schließen der Hülle wechselte die Anzeige nicht mehr in den dafür vorgesehenen Modus. Dies berichtet SamMobile. Samsung blockiert nun diese von den Nutzern geschätzte Funktion. Das Flip-Cover bietet ein Sichtfenster, durch das sich ein Teil des Displays erkennen lässt.

Zwei Wege, die 'Sperre' zu umgehen

Überraschend ist dieser Schritt nicht, Samsung hatte ihn im Herbst 2013 angekündigt. Zertifizierte Zubehör-Hersteller verwenden bereits einen Chip, über den das Samsung-Gerät erkennen kann, wer sich da angedockt hat. Auf diese Weise soll unter anderem vermieden werden, dass Schäden, die durch nicht zertifiziertes Zubehör verursacht werden, letztlich Samsung zugeschrieben werden. Wer denkt da nicht an Berichte aus der Vergangenheit, als Akkus im Gerät durch Überhitzung explodierten.

Ein solcher Identifikationschip befindet sich im S-View-Flip-Case von Spigen allerdings nicht. Eine Möglichkeit, die alte Funktion wiederherzustellen, ist daher, einen Chip zu verpflanzen. Einer Anleitung zufolge ist dies recht einfach, aber teuer, denn es wird Originalzubehör benötigt.

Es gibt sogar einen zweiten Weg, die 'Sperre' zu umgehen. Über ein Modul für das Xposed-Framework ist es möglich, die Authentifizierung zu überlisten. Allerdings gelingt dies nur mit Root-Zugriff. Dies sollte nur machen, wer sich der Sicherheitsrisiken bewusst ist und damit auskennt.

(Peter Giesecke)

Kommentieren Forum
Zum Seitenanfang