Breitbandausbau

Saalekreis erhält Highspeed-Internet

Alle Kommunen im Saalekreis in Sachsen-Anhalt sollen mit schnellem Internet erschlossen werden. Die finanzschwachen Gemeinden sollen von einer hundertprozentigen Ausbauförderung durch Land, Bund und EU profitieren.

Jörg Schamberg, 24.08.2016, 11:31 Uhr
Kabeltrommel© Maimento / Fotolia.com

Halle – Die bundesweit aktiven DSL-Anbieter sowie die Kabelnetzbetreiber werben mit Highspeed-Internet. Vielerorts geht es bereits mit VDSL 100 oder per Kabel sogar mit bis zu 400 Mbit/s ins Netz. Doch in manchen Regionen Deutschlands können die Bewohner von solchen Bandbreiten nur träumen. Doch Besserung ist in Sicht, etwa auch für den Saalekreis in Sachsen-Anhalt. Laut Bericht der "Mitteldeutschen Zeitung" sollen alle Haushalte im Landkreis von Internetanschlüssen mit mindestens 50 Mbit/s profitieren können. Allerdings gilt auch hier das 'magische' Jahr 2018 als Zielvorgabe. Gewerbegebiete sollen bis dahin mit 100 Mbit/s schnellen Internetanschlüssen erschlossen sein.

Ausbaukosten von 20 Millionen Euro

Die Finanzlage vieler Kommunen in Sachsen-Anhalt ist schlecht. Im Saalekreis würden nur Leuna und Teutschenthal über einen ausgeglichenen Haushalt verfügen. Diese beide Städte müssen daher 10 Prozent der Kosten für den Breitbandausbau selbst tragen, während in den anderen Kommunen dank Förderprogrammen von Land und Bund hundert Prozent der Ausbaukosten übernommen werden. In der Stadt Merseburg sind dagegen die Stadtwerke selbst beim Breitbandausbau aktiv.

Der Breitbandausbau im Saalekreis soll nach Angaben der Zeitung ein Volumen von rund 20 Millionen Euro haben. Um Bandbreiten von 50 bzw. 100 Mbit/s realisieren zu können, müssen die Kupferleitungen zwischen Hauptverteilern und Kabelverzweigern auf Glasfaser umgerüstet werden. Für jeden Ort gebe es Ausschreibungen, in deren Rahmen sich Telekommunikationsunternehmen um den Ausbau bewerben können.

Saalekreis als EU-Modellregion

Es stehen laut dem Bericht aber nicht nur Fördermittel von Land und Bund bereit. Die EU hat den Saalekreis als eine von vier Modellregionen gewählt. Es solle die beste Möglichkeit für den zukunftsfähigen Netzausbau gefunden werden. Neben der Verlegung von Glasfasern sei auch der Einsatz von Funktechnik denkbar. Bis 2021 werde mit dem entsprechenden Ausbau der Netze gerechnet. Die Erkenntnisse aus dem EU-Projekt, das auch in Pilotregionen in drei weiteren ostdeutschen Bundesländern läuft, sollen EU-weit nutzbar sein.

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