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Ryanair will Handy-Nutzung an Bord erlauben

Billigflieger könnte mit einer Genehmigung von Handytelefonaten an Bord bei Geschäftskunden punkten.

24.04.2006, 10:22 Uhr
SMS schreiben© Andres Rodriguez / Fotolia.com

Die irische Billig-Fluggesellschaft Ryanair sorgt einmal mehr für Wirbel. Dieses Mal sorgen aber nicht Kampfpreise für Aufregung, sondern ein Bericht der "Sunday Times" wonach die Airline das Handy-Verbot aus seinen Fliegern verbannen möchte. Von 2007 an soll es Ryanair-Passagieren möglich werden, mit Handys in Jets der irischen Flotte zu telefonieren.
Extras als Anreiz
Die Zeitung berichtet, dass in den Billigfliegern Technik installiert werden soll, über die Gespräche ohne direkten Kontakt zu den Basisstationen am Boden übertragen werden sollen. Ryanair selbst möchte einen Teil der Roaminggebühren für sich behalten und den Passagieren zudem spezielle Spiele an Bord anbieten. Durch diese Zusatzdienste soll unter anderem gegen die steigenden Kerosinkosten angekämpft werden.
Wie es heißt, verhandelt Ryanair mit einer unbestimmten Anzahl an Mobilfunk-Spezialisten, um die notwendige Technik in den 120 Maschinen zu installieren. Ein Kandidat, der gute Chancen haben soll, sei Altobridge. Die Firma habe eine Wireless-Lösung bereits in Modellen des Flugzeugbauers Boeing getestet. Die Ryanair-Flotte besteht aktuell nur aus Flugzeugen der 737-Reihe des amerikanischen Herstellers.
Ab 2007 im Einsatz?
Unklar ist, welche Summen Ryanair durch die neuen Services am Bord verdienen können wird. Analysten schätzen die Einnahmen auf mehrere Millionen Euro pro Jahr, schreibt der "Sunday Telegraph" weiter. Ryanair-Chef Michael O'Leary hofft, 2007 das mobile Telefonieren an Bord einführen zu können, verweigerte aber weitere Kommentare zu den Plänen.
Aktuell ist das Telefonieren an Bord von Flugzeugen europaweit verboten, da die empfindliche Bordelektronik durch die von Handys ausgesandten Wellen gestört werden könnte. Verschiedene europäische Firmen arbeiten aber bereits an Möglichkeiten, dieses Problem zu umgehen. So hat Ericsson eine GSM-Basisstation speziell für Flugzeuge entwickelt. Boeing-Konkurrent Airbus konzentriert sich auf die Entwicklung der Projekte OnAir und WirelessCabin.

(Hayo Lücke)

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