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RWE: Schnelles Internet für mehr als 100.000 Menschen auf dem Land

RWE verlegt seit Jahren beim Ausbau seiner Energienetze auch Leerrohre für Glasfaser. Kommunen werden dadurch beim Breitbandausbau unterstützt, da die Ausbaukosten erheblich sinken.

15.06.2013, 16:01 Uhr
Paar mit Laptop© Syda Productions / Fotolia.com

Es ist Wahlkampfzeit in Deutschland und der Breitbandausbau wird von der Politik wieder auf die Tagesordnung gesetzt. Die SPD will schnelles Internet auf dem Land fördern und eine Universaldienstverpflichtung festschreiben. Die Ministerpräsidenten der Bundesländer haben in dieser Woche noch einmal in Richtung der Bundesregierung klargemacht, dass Breitbandausbau ohne öffentliche Förderung nicht geht. Auch wenn zahlreiche Bürger in noch unversorgten oder schlecht mit Breitband versorgten Gebieten auch 2013 weiter um ihre Anbindung kämpfen: Es gibt immer wieder Lichtblicke. Überall in Deutschland existieren Initiativen, findet sich teils ein lokaler Provider, der ausbaut, oder aber Bürger, die den Breitbandausbau selbst in die Hand nehmen. Der in Essen ansässige Energieriese RWE wies in dieser Woche auf die bereits erreichten Erfolge des Unternehmens bei der Breitbanderschließung von Kommunen hin.

RWE verlegt Leerrohre für Glasfaser gleich mit

In den vergangenen Jahren hat RWE Deutschland demnach mehr als 100.000 Menschen in ländlichen Regionen an das schnelle Internet angeschlossen. "Wir machen unser Energienetz ohnehin fit für die Zukunft und setzen dabei auch auf Glasfasern", erläutert RWE-Chef Arndt Neuhaus.

Beim Verlegen von Kabel oder Rohren unter die Erde könnten Leerrohre für Glasfaserkabel mitverlegt werden. Das spare erhebliche Kosten, da die Erdarbeiten rund 80 Prozent der Kosten beim Breitbandausbau ausmachen. Das RWE-Verteilnetz umfasst rund 348.000 Kilometer vor allem in ländlichen Regionen in NRW, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz. Bereits seit 2011 kooperiert RWE mit Vodafone beim Glasfaserausbau.

Erfolgreiche Breitband-Pilotprojekte

Zuständig für das Breitbandgeschäft ist die RWE-Tochter RWE Fibernet, die die Breitbandnetze zusammen mit dem Partner vitroconnect an Diensteanbieter vermarktet. Vitroconnect bündelt viele verschiedene Breitband-Netze im Rahmen von Open-Access und bietet unter anderem auch den Betrieb der Technik an. In aktuellen Pilotprojekten in Witterschlick und Volmershoven, zwei Ortsteilen der westlich von Bonn gelegenen Kommune Alfter, konnte nun mit Mygate bereits ein fünfter Anbieter für das Netz gewonnen werden.

Im rheinland-pfälzischen Kisselbach testet RWE zudem mit dem "Smart Operator" in mehr als 160 Haushalten intelligente Netztechnologien. Die elektronische Steuerungseinheit soll beim Ausgleich von Stromerzeugung und Verbrauch im Verteilnetz beitragen. Zugleich stehen den Haushalten über das RWE-Breitbandnetz auch bis zu 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) schnelle Internetanschlüsse zur Verfügung.

(Jörg Schamberg)

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