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Rundfunkbeitrag: Übergangsregelungen nur bis Jahresende - Zwangsanmeldung möglich

Die Verbraucherzentrale NRW weist darauf hin, dass zuviel gezahlte Rundfunkbeiträge - zum Beispiel in Wohngemeinschaften - nur bis Jahresende zurückgefordert werden können. Wer seinen Haushalt noch nicht beim Beitragsservice angemeldet hat, wird automatisch angemeldet - Nachzahlungen drohen.

02.09.2014, 13:01 Uhr
Arbeitsplatz© Brad / Fotolia.com

Seit 2013 muss statt der GEZ-Gebühren ein Rundfunkbeitrag gezahlt werden, um den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu finanzieren. Der monatliche Betrag blieb mit 17,98 Euro gleich, doch jetzt wird nicht mehr für jedes Erstgerät eines Besitzers, sondern pro Haushalt gezahlt. Die Übergangsregelungen, die bis Ende 2014 eingeräumt wurden, laufen bald aus. Darauf weist die Verbraucherzentrale NRW hin.

Wer nicht reagiert, wird angemeldet

"Auf Grundlage des Abgleichs mit den Daten der Einwohnermeldeämter meldet der Beitragsservice Bürgerinnen und Bürger an, die dies für ihre Wohnung bisher versäumt haben. Und dann kann es zu Nachforderungen kommen", mahnt die Verbraucherzentrale NRW. Wird nach dem dritten Schreiben nicht reagiert, meldet der Beitragsservice automatisch an und schickt eine Zahlungsaufforderung.

Die Verbraucherzentrale empfiehlt einen Konten-Check: "Denn auch wo zum Beispiel in Wohngemeinschaften doppelt bezahlt wurde, kann bis zum Jahresende noch von den Übergangsregelungen profitiert werden."

Zuviel bezahlte Beiträge zurückverlangen

Um nun Doppelzahlungen zu vermeiden, sollten alle WG-Bewohner ihre Kontoauszüge anschauen. Wer für die Wohnung zahlt, entscheiden die Bewohner selbst. Dem Beitragsservice müssen dann nur alle Beitragsnummern mitgeteilt werden, die zu einer Zahlung gehören.

Wo bisher doppelt gezahlt wird, kann sich einer abmelden und die Rückerstattung der zu viel entrichteten Rundfunkbeiträge verlangen. Die Übergangsregelung zur Rückerstattung läuft jedoch zum Jahresende aus. Doppelt gezahlte Rundfunkbeiträge können nur noch bis 31. Dezember 2014 geltend gemacht werden.

In jedem Haushalt muss einer den Rundfunkbeitrag zahlen - auch wenn kein Rundfunkgerät vorhanden ist. Um den Beitrag drücken kann sich nur, wer ein zu geringes Einkommen hat. Das gilt unter bestimmten Auflagen etwa bei Sozialhilfeempfängern. Aber auch da muss die Befreiung erst einmal beantragt werden.

(Peter Giesecke)

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