Plan der Ministerpräsidenten

Rundfunkbeitrag soll zunächst auf maximal 18 Euro pro Monat steigen

ARD und ZDF könnten laut Bericht von "Capital" von den Ministerpräsidenten zu einem stärkeren Sparkurs gezwungen werden. Der Rundfunkbeitrag soll ab 2021 nur geringfügig ansteigen - der Streit um den Rundfunkbeitrag ist damit nicht gelöst.

Jörg Schamberg, 21.12.2018, 10:15 Uhr
fernsehen© apops / Fotolia.com

Hamburg – Der Rundfunkbeitrag bleibt ein Ärgernis für viele Verbraucher. Verständnis für eine Anhebung des Beitrags findet sich kaum. Die Ministerpräsidenten der 16 Bundesländer wollen den Rundfunkbeitrag laut Bericht des Wirtschaftsmagazins "Capital" zunächst bei 18 Euro monatlich deckeln. Aktuell liegt der Beitrag bei 17,50 Euro pro Monat. Ein Anstieg auf über 18 Euro pro Monat ab 2021 sei nach Ansicht vieler Länderchefs politisch nicht durchsetzbar.

Sparzwang für ARD und ZDF

Der Rundfunkbeitrag soll in den kommenden Jahren nur geringfügig steigen, ARD und ZDF müssten daher mehr sparen. Die Ministerpräsidenten wollen die Intendanten der öffentlich-rechtlichen Sender Ende Januar 2019 zu einem Gespräch treffen. Festgelegt wird die Höhe des Rundfunkbeitrags allerdings nicht durch die Staatskanzleien, sondern die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF). Die einzelnen Bundesländer müssen dem Rundfunkbeitrag jedoch zustimmen.

Koppelung des Rundfunkbeitrags an die Inflation?

Laut dem Bericht wollen ARD und ZDF ihren Finanzbedarf aber wie geplant bis Ende April 2019 anmelden. Den Ministerpräsidenten soll ein neues System für den Rundfunkbeitrag vorschweben. Ab 2021 soll der Beitrag für zwei Jahre auf 18 Euro pro Monat steigen. Danach soll ein regelmäßiger Anstieg durch Koppelung des Rundfunkbeitrags an die Inflation möglich sein.

Streit um Rundfunkbeitrag wird andauern

Eine solche Regelung dürfte aber ebenfalls für Kritik bei einem Großteil der Beitragszahler sorgen. Denn immer mehr Zuschauer kehren dem klassischen Fernsehen den Rücken und greifen etwa auf Streaming-Angebote von Netflix, Amazon & Co. zurück. Warum also mehr bezahlen für etwas, was man immer weniger nutzt? Der Streit um den Rundfunkbeitrag dürfte auch in den kommenden Jahren weitergehen.

Weiterführende Links
Kommentieren Forum
Zum Seitenanfang