18,36 Euro ab 2021?

Rundfunkbeitrag: Sachverständige raten zur Erhöhung um 86 Cent

2018 flossen durch den Rundfunkbeitrag rund acht Milliarden Euro an die öffentlich-rechtlichen Sender ARD, ZDF und Deutschlandfunk. Selbst dieser Betrag reicht aber offenbar nicht, Sachverständige sprechen sich für eine Erhöhung aus.

Rundfunkgebühren© DOC RABE Media / Fotolia.com

Der Rundfunkbeitrag zur Finanzierung der öffentlich-rechtlichen Fernseh- und Radiosender in Deutschland ist höchst umstritten. ARD und ZDF betonten in der Vergangenheit immer wieder, dass der derzeitige Beitrag von monatlich 17,50 Euro erhöht werden müsse. Andernfalls könnten sie die Qualität ihrer Programme nicht weiter sicherstellen. Gerade in Zeiten zunehmender Nutzung von Videostreaming-Diensten wie Netflix, Amazon Prime Video & Co. wächst aber auch die Zahl der Kritiker des Rundfunkbeitrags. Nun ist wieder eine Erhöhung des Beitrags im Gespräch.

Anhebung um 86 Cent auf 18,36 Euro vorgeschlagen

Im vergangenen Jahr kamen durch den Rundfunkbeitrag rund acht Milliarden Euro zusammen, die an die Sender von ARD, ZDF und Deutschlandfunk verteilt werden. Anfang 2020 will die zuständige Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) abschließend empfehlen, wie die Höhe des Rundfunkbeitrags ab 2021 aussehen soll. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur dpa raten Sachverständige zu einer Anhebung des Rundfunkbeitrags um 86 Cent auf monatlich 18,36 Euro pro Haushalt.

Kritiker fordern weitere Einsparungen

Endgültig entschieden wird die künftige Höhe des Beitrags für den Zeitraum von 2021 bis 2024 aber im kommenden Jahr von den Ministerpräsidenten der 16 Bundesländer. Im Dezember 2019 werde es zunächst noch Anhörungen geben. Befürworter einer Anhebung verweisen darauf, dass der Rundfunkbeitrag seit zehn Jahren nicht mehr erhöht worden sei.

Kritiker fordern dagegen eine Reduzierung von Sendern, um Kosten zu sparen. ARD und ZDF betreiben neben ihren Hauptprogrammen etliche Spartenprogramme, die ARD zudem eine Vielzahl an Radiosender. Auch die hohen Personal- und Pensionskosten stehen immer wieder im Fokus. 2015 war der Rundfunkbeitrag von 17,98 Euro auf j17,50 Euro gesenkt worden. Pläne, die Höhe des Beitrags an die Inflationsrate zu koppeln, sind laut dpa aber offenbar am Widerstand einiger Bundesländer gescheitert.

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Jörg Schamberg

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