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Rund 400.000 deutsche Haushalte zahlen für HD+

Die Zahl der Haushalte, die für den Satelliten-Empfang von HD+ zahlen, lag zum Jahresende bei 404.000. Die Gesamtzahl der HD+-Haushalte wuchs aber nur schwach.

17.02.2012, 11:09 Uhr (Quelle: DPA)
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Das hochauflösende Fernsehen (HDTV) entwickelt sich langsam aber stetig zu einer gern genutzten Alternative zum klassischen SD-Empfang. Der Satelliten-Betrieber SES Astra konnte die Zahl der Nutzer für die Plattform HD+ auch im vierten Quartal des vergangenen Jahres steigern. Standen Ende September 2011 noch rund 305.000 zahlende HD+-Kunden unter Vertrag, waren es zum Jahresende bereits 404.000.

HD+ kostet extra

Werden auch jene Haushalte mit eingerechnet, die das einjährige Gratis-Nutzungsrecht in Anspruch nehmen, liegt die Zahl der HD+-Kunden bei knapp 1,90 Millionen. Das sind nur etwa 30.000 mehr als Ende September. Zuschauer zahlen ab dem 13. Nutzungsmonat eine Servicepauschale in Höhe von 50 Euro pro Jahr - also pro Monat 4,17 Euro. Allerdings nur dann, wenn sie dies auch ausdrücklich wünschen. Andernfalls läuft das HD+-Schnupperabo einfach aus. Mit der jährlichen Pauschale sollen nach Angaben der Plattformbetreiber die zusätzlichen Verbreitungskosten gedeckt werden, die durch die Ausstrahlung der Programme in HD entstehen.

Um das Angebot von HD+ mit seinen insgesamt zwölf HD-Sendern empfangen zu können, ist ein zertifizierter Receiver notwendig. Deren Anzahl lag zum Jahreswechsel bei 72. Die Anzahl jener Haushalte, die einen solchen Receiver besitzt, aber nicht nutzt, kletterte im vergangenen Quartal von 177.000 auf 197.000. "Das Wachstum von HD+ liegt deutlich über unseren Erwartungen. In beinahe vier von zehn Satellitenhaushalten mit HD-Empfang wird derzeit HD+ genutzt. Der Zuspruch der Kunden nach der zwölfmonatigen Gratisphase liegt weiterhin auf dem Niveau der letzten Monate“, sagte Wilfried Urner, Geschäftsführer der HD Plus GmbH.

Gewinnsprung bei Astra

SES Astra selbst kann sich über volle Auftragsbücher und einen daraus resultierenden Gewinnsprung freuen. Der Nettogewinn stieg im Vergleich zum Vorjahr um fast 27 Prozent auf rund 618 Millionen Euro, teilte SES am Freitag im luxemburgischen Betzdorf mit. Der Umsatz blieb mit rund 1,73 Milliarden Euro stabil. Im zweiten Halbjahr nahm das Unternehmen vier neue Satelliten in Betrieb und kündigte für 2012 den Start von zwei weiteren an. Der höhere Gewinn beruhe auch auf geringeren Steueraufwendungen und dem Wegfall von Einmal-Belastungen in 2010. Im vergangenen Jahr steigerte SES sein Auftragsvolumen um sechs Prozent auf sieben Milliarden Euro. In Europa erreicht SES über Astra gut 135 Millionen Haushalte.

(Hayo Lücke)

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