News

Rüttgers für vorübergehendes VDSL-Monopol

Nordrhein-westfälischer Ministerpräsident plädiert vor der EU-Kommission dafür, die Telekom für einen begrenzten Zeitraum von der Regulierung beim neuen VDSL-Netz zu befreien.

29.03.2006, 11:59 Uhr
DSL-Anschluss© IKO / Fotolia.com

Im Streit um eine mögliche Regulierungsbefreiung rund um das neue Glasfaser-Hochgeschwindigkeitsnetzes (VDSL) der Deutschen Telekom, erhält der Bonner Konzern jetzt nach übereinstimmenden Medienberichten auch Unterstützung vom nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers (CDU).
Der Regierungschef habe bei der EU-Kommission dafür geworben, die Telekom in einer Anfangszeit von der Überwachung durch die Aufsichtsbehörde für fairen Wettbewerb freizustellen. Die EU-Wettbewerbshüter wollen genau diese Freistellung allerdings verhindern, da sie eine Monopolstellung des Unternehmens auf dem VDSL-Markt befürchten.
VDSL als Chance für NRW
Rüttgers sagte, von den Plänen der Telekom würde Nordrhein-Westfalen – und vor allem das Ruhrgebiet – profitieren. Es mache keinen Sinn, die Telekom zu zwingen, der Konkurrenz ihre Leitungen zu regulierten Preisen zur Verfügung zu stellen. "Das kann man von keinem Unternehmen verlangen", so Rüttgers. "Wir setzen uns als Landesregierung schon seit Monaten dafür ein."
Über das geplante VDSL-Netz der Telekom sollen Datenverbindungen von bis zu 50 Mbit/s realisiert werden können. Damit sich die Ausgaben für den Aufbau rentieren, pocht die Telekom auf eine vorübergehende Freistellung von der Regulierung und der Öffnung des Netzes für Wettbewerber.

(Hayo Lücke)

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang