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Rückschlag für Amazons Drohnen-Paketservice

Die US-Luftfahrtbehörde FAA sah sich gezwungen festzustellen, dass Mini-Drohnen, wie sie Amazon gerne zur Warenlieferung einsetzen möchte, gar nicht zugelassen sind. Das Gesetz gilt bereits seit 2012.

25.06.2014, 14:01 Uhr
Amazon© Amazon

Der Onlinehändler Amazon entwickelt Octocopter, achtmotorige Drohnen, die Pakete innerhalb von 30 Minuten direkt zum Kunden bringen sollen. Einen Namen hat das Programm auch schon: Amazon Prime Air. Doch die US-Luftfahrtbehörde FAA hat nun festgestellt, dass derartige Flugobjekte gar nicht zugelassen sind.

Drei Regeln gegen Amazon

Dabei hat sich die Rechtslage keineswegs geändert. Es gelte nach wie vor der "FAA Modernization and Reform Act", ein Gesetz aus dem Jahr 2012. Das U.S. Department of Transportation’s Federal Aviation Administration (FAA) sieht sich allerdings genötigt, dieses per Pressemitteilung zu interpretieren.

Grund dafür sei der häufige Missbrauch durch Modellflugzeuge in der Nähe von Flughäfen. Doch die Auslegung lässt sich auch auf Amazons geplanten Lieferservice anwenden. Modellflugzeuge dürften nicht kommerziell genutzt werden. Erlaubt seien außerdem keine Flüge, ohne dass der Pilot das Flugobjekt sehen könne. Zudem müssten Flüge innerhalb von fünf Meilen um einen Flughafen angemeldet werden.

2,5 Kilogramm über 16 Kilometer transportieren

Die Mini-Drohnen, die Amazon entwickelt, sollen jedoch in einigen Jahren vor allem in Großstädten Waren von bis zu 2,5 Kilogramm ausliefern. Pro Expresslieferung könnten sie dabei bis zu 16 Kilometer zurücklegen.

Ende 2013 hieß es noch, die FAA arbeite an neuen Regeln für den kommerziellen Einsatz von unbemannten Drohnen im US-Laufraum. Gerechnet wurde mit ersten Zulassungen für 2015. Amazon Prime Air würde unter eine solche neue Regelung fallen müssen.

(Peter Giesecke)

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