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Routerhersteller begrüßen angestrebte Aufhebung des Routerzwangs

19 Hersteller von Telekommunikationsgeräten, darunter AVM, Buffalo und D-Link, sehen die von der Bundesnetzagentur im Rahmen einer Transparenzverordnung geplante Aufhebung des Routerzwangs als richtigen Schritt an. Die Hersteller fordern aber darüber hinaus weitergehende Schritte.

26.02.2014, 13:01 Uhr
Welt© Julien Eichinger / Fotolia.com

Mehr Klarheit für Verbraucher rund um die Bestellung und Nutzung von Breitbandanschlüssen will die Bundesnetzagentur mit ihrem am Dienstag vorgelegten Entwurf einer Transparenzverordnung erreichen. In dem Papier sieht die Bonner Regulierungsbehörde unter anderem auch die Aufhebung des sogenannten Routerzwangs vor. Kunden sollen einen Rechtsanspruch darauf erhalten, dass die Netzbetreiber ihnen die Zugangsdaten für den jeweils genutzten Dienst auf Nachfrage mitteilen. Somit könnten Verbraucher eigene Router nutzen und wären nicht zwingend auf die von den Netzbetreibern angebotenen Geräte angewiesen. In einer Stellungnahme begrüßten 19 Hersteller von Telekommunikationsgeräten, darunter AVM, Buffalo, devolo, D-Link, Lancom und Technisat, den Entwurf der Bundesnetzagentur, forderten gleichzeitig aber weitergehende Schritte.

Zugangsdaten unaufgefordert herausgeben

Die Abschaffung des Routerzwangs ist nach Ansicht der Hersteller ein wichtiger und richtiger Schritt. Allerdings sollten die Zugangskennungen für Internet- und Sprachdienste nicht erst auf Nachfrage herausgegeben werden müssen. Stattdessen sollten Kunden diese Daten unaufgefordert direkt beim Vertragsabschluss erhalten. Eine solche Regelung finde sich auch im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD.

Die von den Routerherstellern geforderte Klarstellung zur Definition der Netzzugangsschnittstelle werde in der geplanten Rechtsverordnung aber "leider nicht geregelt". Die 19 Unternehmen fordern die Bundesnetzagentur zur generellen "Offenlegung der jeweiligen Netzzugangsschnittstelle für den direkten Anschluss an das physikalische Medium" auf. Nur so könnten die Unternehmen für den jeweiligen Netzzugang voll kompatible Geräte anbieten und den Verbrauchern eine Wahl zwischen verschiedenen Endgeräten ermöglichen.

(Jörg Schamberg)

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