Download-Problem behoben

Routerfreiheit bei Unitymedia: Nur wenige Kunden nutzen eigenen Router

Viel Lärm um nichts? Der Einsatz eines eigenen Routers ist für viele Internet-Kunden von Unitymedia offenbar kein Thema. Das Problem mit langsamen Downloads bei eigenen Routern wurde behoben. Vorsicht bei der Nutzung ehemaliger Mietrouter.

Jörg Schamberg, 02.09.2016, 15:06 Uhr
Unitymedia Connect BoxUnitymedia stellt Internet-Kunden die Connect Box als Endgerät zum Surfen und Telefonieren zur Verfügung.© i12 GmbH

Köln – Seit rund einem Monat, dem 1. August 2016, gilt die sogenannte Routerfreiheit: Internetkunden können seitdem einen eigenen Router an ihrem Anschluss nutzen und sind nicht mehr zwingend auf ein von ihrem Provider bereitgestelltes Gerät angewiesen. Doch ist die Einführung der freien Routerwahl im Kabelnetz reibungslos verlaufen? Wir haben bei Unitymedia (www.unitymedia.de Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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) nachgefragt.

Fehler mit langsamen Downloads bei eigenen Routern behoben

Der Kölner Kabelnetzbetreiber setzt eine Registrierung des eigenen Routers über die Unitymedia-Hotline voraus. Kunden müssen sowohl die Seriennummer des Routers als auch die Mac-Adresse angeben, nur dann könne Unitymedia den eigenen Router auch dem Kundenkonto und den gebuchten Tarifleistungen zuordnen. In den vergangenen Wochen hatten sich einige Kunden im offiziellen Forum des Kabelnetzbetreibers beklagt, dass sich über ihre eigenen Fritz!Box-Router (Fritz!Box 6490 Cable) nur sehr geringe Download-Bandbreiten von rund 0,3 Mbit/s realisieren ließen.

Unitymedia bestätigt das Problem: "In sehr seltenen Fällen sind bei Kunden, die ein eigenes Endgerät einsetzen, nach der Aktivierung ihres Kabelrouters Leistungsbeeinträchtigungen aufgetreten", teilte der Kabelnetzbetreiber gegenüber unserer Redaktion mit. Grund sei ein fehlerhaftes Zusammenspiel von Router und Gegenstelle (CMTS). Das Problem trete nur in einer ganz bestimmten Konstellation auf. Unitymedia habe die Ursache identifiziert und die Netzspezialisten hätten den Fehler in dieser Woche behoben.

Freischalt-Probleme mit ehemaligen Miet-Routern

Ein weiteres Problem bei der Aktivierung: Kunden hätten versucht "Router anzumelden, die von Unitymedia an andere Kunden ausgegeben wurden." Normalerweise müssen die Geräte nach Vertragsende an Unitymedia zurückgeschickt werden, es komme aber wohl auch vor, dass Router einfach weiterverkauft werden. "Eine 'saubere' Freischaltung können wir bei solchen Geräten nicht gewährleisten, da die Geräte nicht dem vom Hersteller vorgesehenen Gebrauch entsprechen", erklärt Unitymedia. Das gelte auch, wenn Kunden ehemalige Mietgeräte von anderen Kabelnetzbetreibern wie Vodafone (www.vodafone.de/kabel Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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) oder Tele Columbus (www.telecolumbus.de Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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) im Unitymedia-Netz anmelden wollen. "Insofern legen wir wechselwilligen Kunden dringend nahe, ausschließlich neue Routermodelle aus dem Fachhandel zu beziehen", betont Unitymedia.

Erst rund 3.000 Internet-Kunden setzen eigenen Router ein

Ohnehin ist die Routerfreiheit offenbar (noch) kein Thema für den Großteil der Kunden. Nur eine kleine Kundengruppe setze eigene Router als Endgeräte ein. Lediglich rund ein Promille der Internet-Kunden, etwa 3.000 Kunden, surften nach Angaben von Unitymedia bereits über ihren eigenen Router. Der eine oder andere scheint zudem enttäuscht gewesen zu sein: "Ein Teil der Kunden, die sich für den Einsatz eigener Hardware entschieden haben, ist überdies nach kurzer Zeit wieder zu einem von Unitymedia gestellten Kabelmodem zurückgekehrt", so das Kölner Unternehmen.

Kunden, die einen eigenen Router nutzen wollen, sollten beachten, dass sie sich selbst um Updates, Sicherheitsvorkehrungen und Einstellungen kümmern müssen. "Unsere Support-Mitarbeiter versuchen zwar auch Kunden mit eigenen Geräten bestmöglich zu helfen, doch stößt unsere Möglichkeit zur Unterstützung bei Fremdgeräten naturgemäß an Grenzen, da diese im Einflussbereich des Kunden liegen, und unsere Unterstützung nicht so weit gehen kann, wie bei einem Unitymedia-Gerät, für das wir die Verantwortung tragen", heißt es von Seiten des Kabelnetzbetreibers.

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