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Röhrenmonitore nehmen den Kampf an

Hersteller von so genannten CRT-Displays reagieren mit deutlichen Preisnachlässen auf den Siegeszug von TFT-Monitoren.

25.05.2005, 09:20 Uhr
Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com

Dicke Röhrenbildschirme (CRT - Cathode Ray Tube) bleiben sowohl den PC-Usern als auch den Fernseh-Konsumenten bis zum Ende des Jahrzehntes erhalten. Laut Vorhersage der kalifornischen Marktforschungsgruppe iSuppli werden CRT-Monitore bei PCs zumindest bis zum Jahr 2009 auf dem Markt bleiben, berichtet die Nachrichtenagentur pte.
TFT-PC-Monitore dominieren
Der Hauptgrund für das Weiterleben der alten CRTs ist der Preis - sowohl bei PC-Monitoren als auch noch stärker bei TV-Geräten. Röhrenbildschirme seien wesentlich preisgünstiger als LCD-Fernseher. Die CRT-Hersteller würden darüber hinaus auf den Siegeszug der schicken Flach-Bildschirme reagieren und ihre Produkte noch billiger machen. So würde der durchschnittliche Verkaufspreis für einen Röhren-Fernseher von 302 Dollar im Vorjahr bis zum Jahr 2009 auf 140 Dollar fallen.
Generell ist der Siegeszug der Flachbildschirme aber wohl nicht aufzuhalten, vor allem im PC-Bereich, wo TFT-LCD-Monitore im Vorjahr mit CRT-Monitoren bereits gleichgezogen haben. Von beiden Produktkategorien wurden weltweit rund 59 Millionen Stück verkauft. Ab dem laufenden Jahr sollen LCD-Monitore eindeutig die Nase vorne haben: iSuppli schätzt den Absatz auf über 94 Millionen Geräte. Von den Röhren-Monitoren dürften 2005 dagegen nur noch 40 Millionen Stück verkauft werden.
Hierbei gibt es allerdings starke regionale Unterschiede: In Japan sind Röhren-Monitore praktisch nicht mehr zu haben und auch in Europa und Nordamerika werden sich mit einem Anteil von 85 Prozent und darüber die LCD-Geräte massiv durchsetzen. CRT bleibt dagegen im asiatisch-pazifischen Raum, in China und Lateinamerika dominierend.
Auch OLEDs boomen
Abseits von CRT und LCD gibt es auch noch Nischenplätze für andere Technologien. Gute Chancen werden OLEDs (Organic Light Emitting Displays) gegeben, die in Handys, Media Playern und bei Fernsehern zum Einsatz kommen. Der OLED-Umsatz soll sich von 408 Millionen Dollar im laufenden Jahr bis 2011 auf 2,9 Milliarden Dollar mehr als versiebenfachen. Im TV-Bereich gibt es gute Aussichten für Plasma-Bildschirme bzw. Rückprojektionsfernseher.

(Hayo Lücke)

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