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RoboCup 2006: Deutschland ist Weltmeister

Die WM der "echten" Fußballer fängt gerade richtig an, da stehen die Deutschen bereits als Weltmeister fest – zumindest mit ihren Robotern beim RoboCup 2006.

19.06.2006, 15:38 Uhr
Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com

Die WM der "echten" Fußballer fängt gerade richtig an, da stehen die Deutschen bereits als Weltmeister fest – zumindest mit ihren Robotern beim RoboCup 2006. Gerade ist die Roboter-Weltmeisterschaft mit einem hervorragenden Ergebnis für die hiesige Wissenschaft in Bremen zu Ende gegangen. Nach fünf Tagen, in denen die künstliche Intelligenz mit Rettungseinsätzen, tanzen und Fußball spielen auf die Probe gestellt wurde, stehen die Gewinner fest: elf der 33 begehrten Goldpokale, die im Rahmen des RoboCup 2006 vergeben wurden, gingen an deutsche Teams.
Deutschland 11-facher WM-Sieger
Auf Platz Zwei schaffte es China, mit neun Goldmedaillen landeten sie knapp hinter Deutschland. Den dritten Platz belegte Japan mit sechs Medaillen. Auf dem vierten Platz landete der Iran mit fünf Auszeichnungen. Der erste und zweite Platz beim Publikumsliebling – der Four legged League – besetzt Australien. Der beste Humanoide spricht japanisch: der Kid Size Roboter aus Osaka. Insgesamt tummelten sich 15.270 Menschen vom 14. bis 18. Juni in den Bremer Messehallen – etwas weniger als die im Vorfeld erwarteten 20.000 Gäste. Davon beteiligten sich 2.613 in den Wettbewerben, erwartet wurden 2.500.
Favoriten mit mäßigem Ergebnis
Die Fußball-Europameister der Sony Roboter-Hunde, die Microsoft Hellhounds wurden von den Australiern auf den dritten Platz verwiesen. Im Halbfinale der Four legged League traten die Hellhounds gegen das Team NUbots der Universität Newcastle an und verloren nach hartem Kampf recht deutlich mit 0:7. Das Finale stand somit ganz im Zeichen von Down-under: die NUbots trafen auf die ebenfalls aus Australien stammende Mannschaft rUNSWift. Am Ende setzten sich die NUbots nach einem mitreißenden Spiel mit 7:3 durch.
Auch die Weltmeister von 2005, die "FU-Fighters", die von Studierenden und Wissenschaftlern der Freien Universität Berlin entwickelt und gebaut wurden, konnten ihren großen Erfolg nicht wiederholen. Sie belegten den vierten Platz in der Liga der middle-size Roboter. Im Spiel um den dritten Platz unterlagen sie mit 2:1 dem Team Eigen von der Universität Keio. In der Liga der kleinen Roboter hingegen schieden die Berliner im Viertelfinale nach einem golden goal aus. Der RoboCup 2007 wird in Atlanta ausgetragen. Alle Ergebnisse gibt es im Internet.
Ambitioniertes Ziel
Eine spannende Notiz am Rande: in 50 Jahren wollen die Initiatoren des RoboCup soweit sein, ihre Roboter gegen den dann amtierenden Weltmeister spielen zu lassen. Die Roboter sollen dann in der Lage sein, nicht nur spielerisch mit den menschlichen Vorbildern mitzuhalten, sie sollen diese sogar spielerisch schlagen können.

(Aleksandra Leon)

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