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Roamingpreise unter Druck

Die EU-Kommission will den zum Teil sehr hohen Kosten für Handytelefonate im Auslandf an den Kragen und droht mit einem Gesetzesentwurf sollten die Mobilfunk-Anbieter nicht selbst handeln.

06.02.2006, 15:23 Uhr
SMS schreiben© Andres Rodriguez / Fotolia.com

Die EU-Kommission erhöht den Druck auf die Mobilfunkbetreiber wegen der teils sehr hohen Gebühren für Gespräche im Ausland. Wenn die "Roaming"-Gebühren für Verbraucher nicht günstiger werden, will die Behörde noch vor der Sommerpause einen Gesetzesentwurf vorlegen, wie der Sprecher der zuständigen Kommissarin Viviane Reding heute in Brüssel sagte. Reding hatte wiederholt auch die deutschen Marktführer T-Mobile und Vodafone wegen überhöhter Gebühren kritisiert.
Druck erhöht
Eine entsprechende EU-Verordnung sei bereits in Vorbereitung, sagte der Reding-Sprecher weiter. EU-Verordnungen, über die EU-Parlament und Ministerrat entscheiden, gelten unmittelbar in allen Mitgliedstaaten. Eine entsprechendes Regelung könnte dann ihm zufolge frühestens Anfang 2008 in Kraft treten.
Handygespräche im EU-Ausland dürften nicht teurer sein als solche im Inland, unterstrich der Sprecher. Er verwies dabei auf ähnliche Regelungen der EU-Kommission für grenzüberschreitende Überweisungen innerhalb des Euroraums. Obwohl es inzwischen Preisnachlässe zwischen den Netzanbietern gebe, würden diese nach bisheriger Feststellung nicht an die Verbraucher weitergeben.
Sündhaft teuer
Teilweise würden für ein Vier-Minuten-Gespräche bis zu 13 Euro Verbindungsgebühr erhoben, bemängelte er. Reding will das Thema am Mittwoch in Paris bei einem Treffen von Vertretern der nationalen Regulierungsbehörden zur Sprache bringen.

(Hayo Lücke)

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