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Roaming-Preissenkung ab dem 1. Juli

Wer ab dem kommenden Monatswechsel im EU-Ausland unterwegs ist, muss für Sprachverbindungen mit dem Handy in die oder aus der Heimat etwas weniger tief in die Tasche greifen.

17.06.2011, 14:01 Uhr
Smartphone© goodluz / Fotolia.com

Es müssen nicht mehr viele Tage vergehen, bis in den ersten Bundesländern mit den anstehenden Sommerferien die jährliche Hauptreisezeit beginnt. In vielen Fällen werden Reisen in das europäische Ausland angetreten und wer unterwegs auf das Handy nicht verzichten möchte, kann sich ab dem 1. Juli auf sinkende Roaming-Konditionen für Sprachverbindungen freuen.

Preissenkung innerhalb der EU

Im so genannten Eurotarif sinken zum kommenden Monatswechsel die Konditionen für das mobile Telefonieren sowohl für eingehende als auch für abgehende Telefonate. Für deutsche Mobilfunk-Kunden bedeutet das zum Beispiel, dass die Minutenpreise am Strand von Mallorca oder im österreichischen Alpenland wie in den vergangenen Jahren noch einmal deutlich sinken.

Wird ein deutscher Handynutzer im EU-Ausland angerufen, zahlt er ab dem 1. Juli nicht mehr 17 Cent pro Minute, sondern nur noch einen Minutenpreis in Höhe von 13 Cent. Wer selbst zum Handy greift und zum Beispiel Freunde oder Verwandte in Deutschland anruft, muss nicht mehr 46 Cent pro Minute zahlen, sondern nur noch einen Minutenpreis von 41 Cent. Der Versand einer SMS wird mit 13 Cent pro Nachricht abgerechnet.

Nicht gültig bei gebuchten Optionstarifen

Zu beachten ist, dass die neuen Preise nur innerhalb der Europäischen Union gültig sind. Während er also zum Beispiel auch auf den kanarischen Inseln nutzbar ist, gelten in der Schweiz und in Norwegen in der Regel andere, teurere Konditionen. Darüber hinaus sollte sich jeder Mobilfunkkunden - insbesondere Vertragskunden - vor Reiseantritt informieren, ob nicht ggf. durch den persönlich ausgewählten Mobilfunkanbieter ein (kostenloser) Optionstarif eingerichtet wurde, der den eigentlichen Eurotarif aushebelt.

Und das Ende der Fahnenstange ist bei den Roaming-Tarifen nach dem Willen der EU-Kommission noch nicht erreicht. Spätestens Mitte 2014 sollen die Roaming-Preise weiter sinken. Weiterhin im Raum steht auch die Idee, teure Roaming-Verbindungen nahezu komplett abzuschaffen.

(Hayo Lücke)

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