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RIM heißt jetzt Blackberry - BlackBerry 10 offiziell vorgestellt

Update: Aus RIM wird BlackBerry. Der kanadische Smartphone-Hersteller hat sich dazu entschieden, aus seinem Markennamen eine Firma zu machen. Auch zwei Smartphones wurden am Mittwoch vorgestellt.

30.01.2013, 16:45 Uhr (Quelle: DPA)
Smartphone© goodluz / Fotolia.com

Der Blackberry-Anbieter RIM macht seine Marke zum Firmennamen. Das Unternehmen heiße von nun an offiziell Blackberry, kündigte der aus Deutschland stammende Konzernchef Thorsten Heins am Mittwoch bei der Vorstellung des neuen Betriebssystems Blackberry 10 an.

BlackBerry will aufholen

RIM (Research In Motion) zählte mit den Blackberrys zu den Smartphone-Pionieren, verlor aber den Anschluss an das Google-Betriebssystem Android und Apples iPhones. Mit Blackberry 10 und neuen Geräten will das Unternehmen die Aufholjagd starten. "Von nun an sind wir BlackBerry. Eine Marke. Ein Versprechen. Unsere Kunden nutzen BlackBerry, unsere Mitarbeiter arbeiten bei BlackBerry und unsere Investoren sind Teilhaber von BlackBerry", sagte Heins.

Das neue Betriebssystem, an dem Blackberry rund zwei Jahre gearbeitet hat, unterscheidet sich in der Bedienung deutlich von anderen Plattformen auf dem Markt. Blackberry 10 soll einen schnellen Wechsel zwischen Anwendungen ermöglichen und neue Nachrichten an einem Ort sammeln. Beim Blackberry Hub laufen alle Nachrichten zusammen - egal ob E-Mail, Twitter, Facebook oder Mitteilungen aus anderen Sozialen Netzwerken. Eine intelligente Software-Tastatur soll das Tippen auf dem Touchscreen erleichtern.

Vor allem will Blackberry die Geschäftskunden zurückgewinnen, die bisherige Stammkundschaft. Die neue Software ermöglicht eine strikte Trennung zwischen Beruflichem und Privatem. So kann ein Firmen-Administrator die geschäftlichen Daten eines Mitarbeiters kontrollieren, ohne dessen private Fotos oder E-Mails anzurühren. Diese Funktion heißt Blackberry Balance.

Neue Smartphones vorgestellt

Vorgestellt wurden auch die ersten beiden Smartphones, die auf Basis von BlackBerry 10 entwickelt wurden: das BlackBerry Z10 mit 4,2 Zoll großem Touchscreen und das BlackBerry Q10 mit 3,1 Zoll-Display und physischer QWERTZ-Tastatur. "Es gibt noch viele Menschen da draußen, die sich diese Nutzererfahrung wünschen", sagte Heins.

Zum Start wird BlackBerry 10 mit 70.000 Apps nutzbar sein. Darunter bekannte Applikationen wie Skype, Whatsapp, Angry Birds oder auch die E-Book-Software Kindle von Amazon oder SAP-Anwendungen. Darüber hinaus wurden Partnerschaften mit Plattenfirmen und Filmstudios geschlossen, um Musik- und Film-Inhalte anbieten zu können. Sängerin Alicia Keys wurde als "weltweite Kreativdirektorin" vorgestellt und soll unter anderem mit kreativen Projekten um das Image der Marke stärken.

Das BlackBerry Q10 wird frühestens im April verfügbar sein, das BlackBerry Z10 schon deutlich eher. Während es in den USA erst im März losgehen wird, dürfen sich Kanadier schon am 5. Februar auf das Touchscreen-Telefon freuen. In Großbritannien startet der Verkauf sogar schon am Donnerstag. Deutsche Nutzer dürfen sich noch im Februar auf das Z10 freuen, teilte Vodafone über Twitter mit. Zu welchen Preisen die Telefone zu haben sein werden, wurde am Mittwoch noch nicht verraten. Sie seien abhängig vom Netzbetreiber und der Vertragslaufzeit.

(Hayo Lücke)

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