Digitalkonferenz

re:publica findet nur digital statt: "Internet-Vater" Vint Cerf nimmt teil

Wegen der Corona-Pandemie findet die Berliner Digitalkonferenz re:publica in diesem Jahr nur online statt. Zu den Konferenzteilnehmern sollen unter anderem Vint Cerf und der YouTuber Rezo gehören.

Jörg Schamberg, 24.04.2020, 16:04 Uhr
Server© Nmedia / Fotolia.com

Die Digitalkonferenz re:publica in Berlin will zusammen mit dem Internet-Pionier Vint Cerf mit einem Online-Format des Szene-Treffens experimentieren. Am 7. Mai werde die Veranstaltung auf vier Live-Kanälen im Internet stattfinden, teilte die Veranstalter am Freitag in Berlin mit. Zu den prominenten Teilnehmern der Konferenz gehört neben Cerf auch der YouTuber Rezo, der mit einem CDU-kritischen Video über sein Kern-Publikum hinaus in Deutschland zu einem Meinungsmacher aufgestiegen war. Er soll über seine Rolle als Multiplikator in einer sich wandelnden Medienwelt sprechen.

Großveranstaltungen sind wegen Corona bis Ende August verboten

Die Konferenz und die begleitende Media Convention Berlin, die im vergangenen Jahr mehr als 20.000 Besucher angezogen hatte, waren wegen der Coronavirus-Gefahr zunächst von Anfang Mai auf August verschoben worden. Nach den aktuellen Bestimmungen zur Eindämmung des Coronavirus sind inzwischen Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern bis Ende August verboten. Daher soll es nun eine Online-Version geben.

Der Geschäftsführer der republica GmbH, Andreas Gebhard, sagte, die gesamte Event-Branche müsse sich neu erfinden. "Wir haben eine besondere Rolle, weil viele auf uns schauen." Es stehe die Frage im Raum, wie große Veranstaltungen wieder stattfinden können und mit welchem neuen Konzept. "Wir sind bereit, diesen Dialog zu führen. Wir sind aber noch nicht so weit, ein fertiges Konzept vorzulegen."

Eintrittskarten gelten für eine spätere Veranstaltung

Die Eintrittskarten zu re:publica 2020 sollen für eine spätere Veranstaltung ihre Gültigkeit behalten. Gebhard betonte, um das wirtschaftliche Schicksal des Veranstalters müsse man sich keine Sorgen machen. Es sei aber ein Überbrückungskredit der Investitionsbank Berlin (IBB) in Anspruch genommen worden. "Kurzarbeit kommt für uns nicht in Frage, weil wir derzeit doppelt so viel arbeiten müssen."

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