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René Schuster nicht länger Chef von Telefónica Deutschland

Nachdem vor einem Monat bereits bei der Tochtergesellschaft Fonic der Chef ausgetauscht wurde, folgt nun Telefónica selbst. René Schuster räumt schon Ende Januar die Konzernspitze.

30.01.2014, 07:51 Uhr
Notebook© Roman Hense / Fotolia.com

Paukenschlag in München: Telefónica Deutschland muss sich überraschend einen neuen Chef suchen. Wie der Netzbetreiber am späten Mittwochabend bekannt gab, wird René Schuster den Konzern schon Ende Januar nach fünf Jahren verlassen. Der Manager kehrt Telefónica im Rahmen einer einvernehmlichen Vereinbarung den Rücken wie es offiziell heißt, soll der Aufsichtsratsvorsitzenden Eva Castillo aber bis Ende September weiter beratend zur Seite stehen.

Neue Doppelspitze

Zumindest vorübergehend wird Telefónica Deutschland künftig von einer Doppelspitze geführt, die sich aus Rachel Empey und Markus Haas zusammensetzt. Empey, die sich bisher um die Finanzen des Unternehmens kümmerte, wird zusätzlich das operative Geschäft leiten. Strategie-Manager Haas soll sich zusätzlich um die Integration der E-Plus Gruppe kümmern, mit der Telefónicas Kernmarke o2 fusioniert werden soll. Derzeit wird der Zusammenschluss genau von der EU unter die Lupe genommen und kann noch scheitern. Gemeinsam übernehmen Empey und Haas auch René Schusters Sitz im Management von Telefónica Europe.

Die Hintergründe für den abrupten Wechsel blieben zunächst unklar. Dem Vernehmen nach sollen sie im persönlichen Bereich liegen. Das Münchener Unternehmen wollte sich dazu nicht äußern. Ein Unternehmenssprecher sagte, es sei ein Signal der Kontinuität, dass nun zwei erfahrene Vorstände die Führung übernehmen.

Chefwechsel auch bei Fonic

Schon vor einem Monat war es zu einem weiteren Chefwechsel bei Telefónica Deutschland gekommen. Damals verließ Kai Czeschlik überraschend die o2-Billigmarke Fonic, um sich neuen Herausforderungen zu stellen. Ersetzt wurde er durch den 38-jährigen Ralf Gresselmeyer, der bei Telefónica zuletzt für das Festnetz-Geschäft zuständig war. Zuvor war er bei AOL und Hansenet tätig.

(Hayo Lücke)

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