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Regeln für Internet-Vertrieb von Filmen vereinbart

23.05.2006, 18:09 Uhr
Welt© Julien Eichinger / Fotolia.com

Eine neue europäische Charta soll den Vertrieb von Filmen über das Internet fördern und zugleich zum Schutz von Urheberrechten beitragen.
Die "Europäische Film Online-Charta" wurde im französischen Cannes gebilligt, wie die EU-Kommission in Brüssel berichtete. Am Rande der Filmfestspiele einigten sich dort Vertreter der Filmbranche, Anbieter von Internetdiensten und Telekommunikationsbetreiber aus der EU und den USA auf die gemeinsamen Regeln. Die Charta, die unter Brüsseler Schirmherrschaft ausgearbeitet wurde, soll den Zugang zu europäischen Filmen innerhalb der EU, aber auch auf dem Weltmarkt erleichtern.
Produzenten, Inhaber von Aufführungsrechten und Online-Vertreiber könnten sich auf Basis des Regelwerks beispielsweise auf die am besten geeigneten Freigabe-Termine verständigen, erläuterte die Kommission. Regeln für die "empfehlenswerte Praxis" gibt es auch für die Entwicklung von Technologien zum Schutz vor unerlaubten Kopien. Teilnehmende Online-Dienstleister sollen überdies keine Werbung für Unternehmen veröffentlichen, die an der Filmpiraterie beteiligt sind oder diese vorsätzlich ermöglichen.
Zu den ersten Teilnehmern der Charta zählen unter anderem die deutsche Konstantin Film AG, die britische Rundfunkanstalt BBC, EMI Music, France Telecom, Telecom Italia und der US-Unterhaltungskonzern Time Warner. Für die kommenden Monate erwartet die Kommission, dass sich viele weitere Unternehmen und Organisationen der Charta anschließen werden.

(Hayo Lücke)

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