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Recht auf Vergessen: Google kennzeichnet Löschungen

Ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs verpflichtet Suchmaschinenbetreiber, Ergebnisse zu löschen, die das Recht auf Privatsphäre und Datenschutz einer Person verletzen. Google will zwar solche Inhalte nicht mehr anzeigen, aber seine Nutzer darauf hinweisen, dass an einer Stelle etwas gelöscht wurde.

10.06.2014, 15:31 Uhr
Google© Google

Ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs verpflichtet Suchmaschinenbetreiber, Ergebnisse zu löschen, die das Recht auf Privatsphäre und Datenschutz einer Person verletzen. Google will zwar solche Inhalte nicht mehr anzeigen, aber seine Nutzer darauf hinweisen, dass an einer Stelle etwas gelöscht wurde. Dies könnte wie ein Aufkleber wirken, auf dem Zensur steht, und zu mehr Aufmerksamkeit führen.

Gelöschte Ergebnisse herausfiltern und anzeigen

Bei Google ist dies bereits Praxis, wenn Gesetze vorschreiben, einzelne Ergebnisse auszublenden – aus Gründen des Urheberrechts oder, weil auf Webseiten mit zum Beispiel Nazi-Inhalten verwiesen wird. Wo sonst ein Eintrag stehe würde, erscheint dann ein Hinweis, dass ein Eintrag gelöscht wurde.

Dabei handelt es sich meist um nationale Regelungen. Daher gibt es Google-Versionen, die solche Ergebnisse doch anzeigen. Die vom Recht auf Löschung betroffenen Suchergebnisse werden dann wohl in der Nicht-EU-Version unter google.com/ncr erscheinen.

Die technische Hürde ist einem solchen Fall nicht sehr hoch, die Suchergebnisse mit und ohne den gelöschten Ergebnissen abzugleichen und wie bei einem Pranger nur noch die rechtlich relevanten Inhalte anzuzeigen.

(Peter Giesecke)

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