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Razzien sorgen für Unruhe auf der IT-Messe

Der Streit um Patente von Komprimierungsprogrammen für Audio- und Videomedien hat auf der HiTech-Messe Cebit in Hannover zu Razzien geführt.

16.03.2007, 09:33 Uhr
CeBIT© CeBIT

Der Streit um Patente von Komprimierungsprogrammen für Audio- und Videomedien hat auf der HiTech-Messe Cebit in Hannover laut einem Zeitungsbericht zu Razzien geführt. Zivilbeamte hätten auf den Ständen von Ausstellerfirmen kistenweise Beweismaterial, darunter Digitalkameras, Navigationsgeräte, Handys und MP3-Player beschlagnahmt, berichtete die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" am Freitag.
Verdacht auf Produktpiraterie
Hintergrund sei der Verdacht auf Produktpiraterie. Alle beschlagnahmten Geräte arbeiteten demnach mit so genannten MP3- oder MP4-Funktionen. Die italienische Firma Sisvel habe die Behörden in Marsch gesetzt. Welche Unternehmen ins Visier der Ermittler geraten seien, habe die Staatsanwaltschaft nicht mitteilen wollen. Es seien "mehr als zehn" gewesen, Firmenstände seien aber nicht geschlossen worden.
Klon-Vorwürfe werden häufiger
Der Fall erinnert an die Cebit 2005, als der iPod Super Shuffle Aufsehen erregte - allerdings am Stand der Luxpro Corporation aus Taiwan. Jedoch ging es vor zwei Jahren noch etwas gelassener zu: Lediglich die Presse und ein paar Apple-Mitarbeiter zeigten reges Interesse an dem Taiwanischen MP3-Player. Zu Razzien kam es nicht, Apple sah die Sache dennoch mit wenig Humor und zog Luxpro vor Gericht. Dort kam es dann jedoch für den Hardware-Konzern anders als erwartet: Das Taiwanische Gericht entschied zu Gunsten Luxpro, die im Gegenzug nun Apple wegen entgangenen Gewinns verklagen.

(Aleksandra Leon)

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