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Razzia sprengt Filesharer-Ring

Über die vier aufgedeckten Netzwerke seien Filme und TV-Serien illegal per Internet verbreitet worden, teilte die federführende belgische Polizei am Mittwoch in Brüssel mit.

08.09.2010, 16:31 Uhr (Quelle: DPA)
Internetnutzung© adam36 / Fotolia.com

Neue Details zum europaweiten Schlag gegen Raubkopierer, der bereits am Dienstagabend bekannt geworden war: Fahnder haben in 13 Ländern - darunter auch Deutschland - zehn Internet-Piraten festgenommen und rund 50 Computer beschlagnahmt. Die vier Netzwerke hätten Filme und TV-Serien illegal per Internet verbreitet, teilte die federführende belgische Polizei am Mittwoch in Brüssel mit. "Der Schaden belief sich auf bis zu sechs Milliarden Euro weltweit", sagte ein Polizeisprecher. Die Gruppen seien verantwortlich für 80 Prozent aller neuen, illegal online gestellten Filme auf Niederländisch gewesen.

Koordinierte Aktion

Bei Hausdurchsuchungen in Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Großbritannien, Frankreich, Italien, Norwegen, Schweden, Polen, Kroatien, Österreich, Tschechien und Ungarn stellten die Beamten Beweismaterial sicher. Es handelte sich um eine koordinierte Aktion der europäischen Polizeibehörde Europol. Die Fahnder gingen gegen sogenannte Release Groups vor, die nicht nur Raubkopien von Filmen, sondern auch Musik, Computerspiele und Software illegal im Internet verbreiten. Dazu nutzten die Täter Internetseiten und Server in ganz Europa.

Bei den Festgenommenen handelte es sich um die Anführer der vier Gruppen aus Belgien, Norwegen, Polen und Schweden, berichtete die Polizei. Gegen fünf Verdächtige aus Belgien wurden Haftbefehle wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, Piraterie, Betrug und Hacking erlassen. Bei der Aktion legten die Beamten einen der zentralen Server still, der in der Nähe der flämischen Stadt Gent stand, und deaktivierten die entsprechenden Internet-Seiten.

(Hayo Lücke)

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