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Razer Nabu: Das Smartband ist mehr als Display und Fitness-Tracker

Das "Smartband" Razer Nabu bietet Benachrichtigungen auf einem kleinen Display, macht aus dem Sammeln zahlreicher Körperdaten ein kleines Spiel und ermöglicht es, Freunde zu finden, die ebenfalls das Smartband tragen und ähnliche Interessen haben.

10.01.2014, 12:22 Uhr
SMS© TristanBM / Fotolia.com

Nicht so klobig wie eine Smartwatch, aber umfangreicher als ein Fitness-Armband – das will das "Razer Nabu" sein. Das "Smartband" wird am Handgelenk getragen und per Bluetooth mit einem Smartphone verbunden. Es bietet Benachrichtigungen auf einem kleinen Display, macht aus dem Sammeln zahlreicher Körperdaten ein kleines Spiel und ermöglicht es, Freunde zu finden, die ebenfalls das Smartband tragen und ähnliche Interessen haben. In dieser Kombination soll dies einmalig sein.

Verdecktes Display mit privaten Daten

Razer hat aus der Not eine Tugend gemacht. Da auf einem Armband weniger Platz ist als auf einer Smartwatch, gibt es einfach zwei Bildschirme. Ein OLED-Display mit 32 x 32 Pixeln sitzt da, wo sich sonst die Uhr befindet, zeigt also nach außen und informiert per Icon über eingehende Anrufe, SMS und E-Mails.

Der zweite OLED-Bildschirm ist mit 128 x 32 Pixeln größer, er sitzt auf der dem Körper zugewandten Seite. Hier werden private Dinge angezeigt, zum Beispiel die Inhalte der angekommenen Nachrichten, aber auch die Körperdaten. Steuern lässt sich das Raser Nabu über Gesten. Dabei wird aber nicht mit dem Finger über das Display gewischt, sondern das Handgelenk geschüttelt.

Auch zum Flirten geeignet

Da sich im Smartband mehr Technik befindet, fällt es auch dicker aus als herkömmliche Fitness-Armbänder. Es werden zahlreiche Biodaten zur Selbstanalyse gesammelt (gelaufene Schritte, zurückgelegte Strecke, gestiegene Stufen, Schlafrhythmus), aber auch Informationen zum Aufenthaltsort. Diese Daten werden allerdings nur nach Zustimmung des Nutzers erhoben. Er kann daraus sogar ein Spiel machen: Es gibt Punkte, wenn bestimmte Ziele erreicht wurden.

Das Razer Nabu kommuniziert aber nicht nur mit dem Smartphone, sondern auch mit anderen Smartbändern. Auf diese Weise können Freunde gefunden werden, die sich in der Nähe aufhalten. In einem Suchmodus lassen sich aber auch Menschen mit übereinstimmenden Interessen finden. Das Razer Nabu ist also auch ein Flirt-Armband.

Ab März im Handel

"Smartwatches in ihrer jetzigen Form sind zu klobig und Fitness Tracker werden schnell vergessen, sobald das Gefühl des Neuen verschwindet“, so Razer-Chef Min-Liang Tan. „Wir haben all das optimiert. Das Razer Nabu ist eine revolutionäre neue Plattform, die die Lücke zwischen sogenannten Smartwatches und Fitness Bändern füllt."

Das Razer Nabu ist gegen Regen- und Spritzwasser geschützt, es hält Temperaturen von -20°C bis 45°C stand. Gesteuert wird es per App von einem iPhone oder einem Smartphone mit Android. Unabhängige Entwickler haben die Möglichkeit, mit eigenen Anwendungen auf das Smartband zuzugreifen. Auch deshalb ist die Zustimmung der Nutzer bei der Datenerhebung wichtig.

Das Razer Nabu wird im März in den Handel kommen, der Preis steht jedoch noch nicht fest. Einen Hinweis gibt es dennoch. Entwickler können das Smartband für 49 Dollar erwerben.

(Peter Giesecke)

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