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Ratgeber: Besser finden mit Google - Teil 1

Es ist schwer, auf Anhieb die passende Information im Internet zu finden. Teil 1 des Google-Ratgebers erklärt, wie sich Inhalte auf Anhieb finden lassen.

15.02.2007, 18:01 Uhr
Google© Google

Das Internet ist eine gigantische Informationsdatenbank, in der Suchende nicht selten zwischen den Massen interessanter und weniger interessanter Informationen untergehen. Gut, dass es die Suchmaschine Google gibt. Wer damit umgehen kann, der findet schnell das passende Ergebnis. Der folgende Ratgeber erklärt alle wichtigen Suchtricks für Netzspürnasen.
Wer glaubt, das Internet sei groß, sei eines besseren belehrt: Das Internet ist unendlich! Im vergangenen Jahr tummelten sich nach Angaben des Internet-Statistikers Netcraft mehr als 106 Millionen Websites mit zahllosen Unterseiten im World Wide Web. Inklusive aller Downloads und Spielereien würde das Internet Millionen von PC-Festplatten füllen. Kein Wunder also, dass es manchmal schwer fällt, die richtigen Informationen zu finden.
Suchen und Finden mit Google
Für Abhilfe im Informationschaos sorgt die Suchmaschine Google. Laut der aktuellen Erhebung des Web-Statistikers Webhits.de besitzt Google einen weltweiten Marktanteil von 87,2 Prozent (Stand: 04.01.2007) und ist damit ungeschlagen die beliebteste Suchmaschine. Kein Wunder: Google liefert meist das richtige Ergebnis und verfügt über zahlreiche Zusatzfunktionen, die das Ergebnis verfeinern.
Standardmäßig sucht Google nach Internetseiten, die alle eingegebenen Suchbegriffe enthalten. Wenn man also zum Beispiel römische Vase eingibt, werden ausnahmslos Seiten gefunden, die sowohl den Begriff "römische", als auch "Vase" enthalten. Seiten, auf denen nur "Vase" oder nur "römische" stehen, fallen heraus. Doch das bedeutet noch lange nicht, dass wirklich die römische Vase gefunden wird. Wenn eine Internetseite zum Beispiel über "römische Schminktechnik" und "hässliche Vasen" berichtet, wird diese von Google als Ergebnis angezeigt.
Suchbegriffe definieren:
Präzise suchen ist also das A und O der Google-Suche. Angenommen man will ein Auto kaufen. Der Suchbegriff Auto bringt bei Google wenig hilfreiche 880 Millionen Ergebnisse, und zwar alle Internetseiten, die den Begriff Auto enthalten. Da man jedoch einen Wagen kaufen möchte, ist es sinnvoll nach Auto kaufen zu suchen - Schon reduziert sich die Ergebnisliste auf "nur" 7,7 Millionen Treffer. Auch das ist immer noch wenig hilfreich. Der Google-Nutzer sollte sich überlegen, was man genau haben möchte. Soll es ein neues oder ein gebrauchtes Auto sein? Welche Marke oder welches Modell soll es sein? In welcher Region soll der Wagen gekauft werden? All das sollte in die Suche einfließen, so dass der Suchbegriff folgendermaßen aussieht: Golf 4 gebraucht kaufen Hürth. Statt 880 Millionen Treffern spuckt Google nun nur noch 171 Ergebnisse aus, die sich problemlos durchforsten lassen.
Alternativen finden
Bei der Google-Suche kommt es manchmal vor, dass keine oder falsche Ergebnisse gefunden werden. In einem solchen Fall sollte man sich Alternativbegriffe überlegen und auch die eigene Sucheingabe nach Rechtschreibfehlern durchsuchen. Google hilft bei Rechtsschreibfehlern und bietet ähnlich geschriebene Begriffe an: "Meinten Sie...?" Allerdings hat Google bei manchen Dingen Schwierigkeiten.
So sind "Wiener" für Google die stolzen Einwohner der Stadt Wien und zu Recht keine Würstchen. Die römische Zahl "IV" ist für Google keine Ziffer, sondern die Buchstabenfolge "iv". Statt der "Wiener" hilft eine Suche nach Wiener Würstchen und statt der "IV" die Eingabe der Ziffer 4. Ebenfalls beachtet werden sollte der Plural sowie Synonyme: Wer nach Kind sucht, wird weder "Kinder" noch "Geschwister" oder "Zwillinge" bekommen. Bringt die Suche nicht die richtigen Ergebnisse, muss sie mit dem alternativen Begriff wiederholt werden.
Suchbegriffe in Anführungszeichen
Per Anführungszeichen " kann ein Suchbegriff genau definiert werden. Dieser Trick eignet sich hervorragend für die Suche nach Namen. Wenn man etwa nach Walter Müller sucht, bekommt man von Google alle Webseiten angezeigt, auf denen die Begriffe Walter und Müller gefunden werden. Setzt man den Suchbegriff hingegen in Anführungszeichen, sucht Google ausschließlich nach dem Begriff "Walter Müller". Alle Seiten mit Walter Schmidt und Benno Müller werden aus der Ergebnisliste gestrichen. Genauso jedoch alle "Müller, Walter", "W. Müller" und "Walter Friedrich Müller".
Unhöflich sein
Google ist eine Suchmaschine und kein allwissender elektronischer Hellseher. Insofern ist es nicht hilfreich, Fragen an Google auszuformulieren: Wo finde ich eine Bäckerei? ist eine typische, freundliche Frage, jedoch eine wenig sinnvolle Sucheingabe. Die Suchmaschine braucht einen militärischen Befehlston. Keine Sorge, Google hat keine Gefühle, die verletzt werden könnten. Die richtige Suche würde im Fall der Bäckerei also lauten: Bäckerei Berlin, sonst nichts. Auch andere Füllwörter sind wie die Konstruktion ganzer Sätze überflüssig: "In", "um", "in der Gegend von", "in der Nähe", "nebenan", Satzzeichen und Kommas werden von Google nur missverstanden. Wenn man etwas von der Suchmaschine wissen möchte, fragt man am besten präzise: Wo genau möchten man die Bäckerei finden? In der Gegend von Berlin oder lieber in Oranienburg? Dann sucht man einfach nach Bäckerei Oranienburg.
Das Minus bei Google
Vielleicht fällt einem bei der Suche nach manchen Begriffen auf, dass Google einen systematisch missversteht. Sucht man zum Beispiel nach historischen Computern, stößt man auf Webseiten von Computermuseen und PC-Sammlern. Hier hilft die Ausschluss-Suche, die sich per Minus-Zeichen "-" abfragen lässt. Der Begriff hinter dem Minus wird ausgeschlossen, in der Ergebnisliste erscheinen ausschließlich Seiten ohne diesen Begriff.
So kann man beispielsweise historische Computer -Sammler eingeben. Google zeigt daraufhin nur Websites an, die sich mit historischen Computern befassen, aber nicht den Begriff "Sammler" enthalten. Die meisten Sammler-Seiten und -Foren fallen damit unter den Tisch und die Ergebnisliste enthält fast ausschließlich Websites, die sich mit den antiken Raumfüllern befassen.
Einfach geht immer
Wenn man diese einfachen Tricks beachtet, wird Google (fast) immer auf Anhieb die passenden Ergebnisse heraussuchen. Man spart dadurch Zeit, da man nicht unnötig viele Ergebnisse durchforsten muss und findet nicht selten interessante Webseiten, die man sonst vielleicht nicht gefunden hätte.
Teil 2 des großen Google-Ratgebers folgt in Kürze und beschreibt Spezialfunktionen in Google, mit deren Hilfe man zusätzliche Informationen in und über Webseiten mit Hilfe der Suchmaschine herausfinden können.

(Christian Rentrop)

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