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Ran an den Speck: DSL-Sparen im Juli

Auch im Juli können DSL-Neueinsteiger und -Wechsler an allen Ecken und Enden sparen. Wir zeigen wie.

02.07.2005, 16:27 Uhr
Notebook© Roman Hense / Fotolia.com

Gerade im DSL-Segment herrscht aktuell eine noch nie da gewesene Geizfreude. Auch im Juli heißt es wieder: sparen, sparen, sparen. Denn wieso mehr zahlen, als wirklich nötig? Werfen wir einen Blick auf die Sparangebote der DSL-Provider in diesem Monat.
Startschuss für T-DSL 6000
Am 1. Juli schallte der Startschuss für den neuen Anschluss-Primus T-DSL 6000 durch das Tal der DSL-Anbieter. Nicht mehr 3072 kbit/s Downstream bilden jetzt das Maximum, sondern 6016 kbit/s - und das großflächig. Ob jedoch auch viele Deutsche in den Genuss des schnellsten T-Anschlusses kommen, kann bezweifelt werden. Oftmals setzt die Leitungslänge diesem Wunsch ein jähes Ende.
Mit dem Start von T-DSL 6000 werden auch die bestehenden Resale-Angebote in der Bandbreite bereichert. Das freut die Reseller so sehr, dass sie die Werbetrommel wieder so richtig rühren. 1&1 stellt nur noch die Datenleitung mit 6016 kbit/s Download ohne Einrichtungsgebühr zur Verfügung. Für die Varianten mit einem und zwei Megabit pro Sekunde Downstream wird fortan ein Entgelt fällig.
AOL DSL City Offensive
Passend zum neuen T-DSL 6000 hat endlich auch AOL als letzter großer Player den Preis der DSL-Flatrate nach unten korrigiert. Fortan verlangt das Hamburger Unternehmen einen Preis von 9,99 Euro für den All-Inclusive-Zugang. Doch aufgepasst: die günstigen Konditionen gelten nur, wenn der Anschluss bis Ende Oktober in einen Resale-Anschluss umgewandelt wird. Andernfalls erhöht sich der Festpreis auf 19,99 Euro.
Für Nordlichter aus Bremen und die Münchner Bayern hat AOL noch ein besonderes Bonbon parat: DSL-Anschlüsse auf Linesharing-Basis mit Bandbreiten von zwei bis sechs Megabit pro Sekunde down. Die Grundpreise für die Anschlüsse sind ebenso interessant wie der dazu passende, 9,90 Euro teure Pauschalzugang. Weiteres Plus: AOL bietet im Gegensatz zu der T-Com echte 6 Mbit/s Downstream an. Außerdem kommt ADSL2+ zum Einsatz - mehr Bandbreite wird folgen.
Neben 1&1 und AOL haben auch Lycos, GMX, Congster, KAMP und freenet erklärt, die weniger als 10 Euro teuren Pauschaltarife mit dem neuen 6000er-Anschluss nutzbar zu machen. Neben den Resale-Tarifen der Konkurrenz sind Lycos, KAMP und Congster die einzigen Provider, die ihre Flatrates (9,95 Euro monatlich bei Lycos, 9,99 Euro bei KAMP, 6,95 Euro bei Congster) auch für T-DSL 6000 anbieten.
debitel + QSC = 16 Mbit/s
Neu im Bunde der DSL-Provider ist Mobilfunker debitel. DSL-Flatrates auf Resale-Basis ab 7,90 Euro - für alle Bandbreiten. Besonders interessant ist das Kombi-Angebot DSLflat kombi. Hier gibt es Mobilfunk- und DSL-Vertrag in Einem, für rund 17 Euro monatlich. Innovativ!
Parallel zum Einstieg in die Resale-Welt greift debitel gleich auch als DSL-Direktanbieter an. Und zwar Hand in Hand mit Technikpartner QSC. Düsseldorf kann sich dadurch über eine neues ADSL2+-Datennetz freuen und im Zuge eines Feldversuches bis November dieses Jahres mit bis zu 16 Mbit pro Sekunde herunterladen. Ohne Aufpreis.
DSL direkt
Wenn wir gerade bei den DSL-Direktanbietern sind, kommen wir nicht um Arcor herum. Seit dem 15. Juni verlangt das Unternehmen aus Eschborn nur noch 4,95 Euro für den Pauschalzugang für Arcor-DSL 2000 und 3000. Lediglich Kunden, die mit 1024 kbit/s herunterladen, müssen weiterhin 9,95 Euro zahlen. Immer noch aktuell: Arcor erlässt jegliche Einrichtungsgebühren. Einem Einstieg für 0 Euro steht also nichts im Weg.
Ein kostenfreier Einstieg ist auch bei QSC möglich. Neukunden, die sich bis zum 17. Juli für eine Nur-Datenleitung auf SDSL-Basis entscheiden, erhalten Q-DSL home 2.560 zum Preis von Q-DSL home 1.536. Besonders vorteilhaft: Die DSL-Anschlüsse sind nicht an einen Telefonanschluss der T-Com gebunden. Zu guter Letzt noch die Änderungen und Neuerungen des größten deutschen Telekommunikationsunternehmens, der Deutschen Telekom AG. Während die ersten WiMAX-Feldtests in Nordrhein-Westfalen anlaufen und die Volumenrate der SDSL-Anschlüsse durch eine "Zwangsflatrate" ersetzt wird, strickt die Internetsparte T-Online die Breitbandtarife um.
T-Online senkt Preise
Lange nahm T-Online Abstand von einer Preissenkung. Das Dumping-Spiel mache man nicht mit. Und jetzt? Doch die Konditionen korrigiert! Ab kommendem Montag kostet die "dsl flat classic" von T-Online nur noch 14,95 Euro statt bisher 29,95 Euro. Außerdem können auch T-DSL-2000-Surfer den Tarif nutzen. Für T-DSL 6000 haben die Darmstädter die "dsl flat max" im Angebot.
Diese bietet eine exklusiv für max-Kunden reservierte Hotline "mit besonders hohem Serviceniveau". Außerdem umfangreiche E-Mail und Sicherheitsleistungen. Wer also mehr zahlt, erhält auch mehr Leistung. Eine Zwei-Klassen-Gesellschaft, sozusagen.
Fazit: Für jeden etwas dabei
Der Ausblick für den Juli stimmt positiv, denn in diesem Monat ist für jeden Benutzertyp etwas dabei. Wem ein Resale-Anschluss nichts ausmacht, der hat die Qual der Wahl unter zahlreichen Angeboten. Wer viel Leistung will und willig ist, ein wenig mehr zu zahlen, der wird mit T-Online glücklich. Und all diejenigen, die eine reine Datenleitung wünschen, für die hat QSC etwas Passendes. Ganz zu schweigen von dem noch immer brandaktuellen Angebot von Arcor, bei dem im Grunde jedem Breitband-Surfer das Wasser im Mund zusammenlaufen sollte.

(Michael Müller)

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