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Quaero: Europas Suchmaschine

Sechs deutsche Unternehmen werden sich an der Entwicklung der neuen Google-Konkurrenz beteiligen.

16.03.2006, 17:25 Uhr
Welt© Julien Eichinger / Fotolia.com

An der Entwicklung der europäischen Internet-Suchmaschine Quaero als Konkurrenz zu Google wollen sich nach langem Tauziehen sechs deutsche Unternehmen beteiligen. Die Bertelsmann-Tochter Empolis werde das Projekt von deutscher Seite koordinieren, teilte das Bundeswirtschaftsministerium am Donnerstag mit. Beteiligen würden sich auch Siemens, Mediasec Technologies, die Deutsche Thomson-Brandt, Lycos Europe und Grass Valley Germany.
Aus der Wissenschaft seien das Deutsche Forschungszentrum für künstliche Intelligenz (DFKI), die Fraunhofer Gesellschaft für angewandte Forschung, die Universität Karlsruhe sowie die RWTH Aachen dabei. Quaero (Latein: "ich suche") soll neben Texten auch Fotos sowie Audio- und Video-Dateien auf dem Computer, Handy oder Fernseher anzeigen.
Seit Monaten wirbt Frankreichs Präsident Jacques Chirac für die Entwicklung einer deutsch-französischen Suchmaschine, die dem Branchenführer Google aus den USA den Rang ablaufen soll. Doch anders als in Frankreich, wo mit dem Elektronikkonzern Thomson an der Spitze eine ganze Reihe von Firmen dem Ruf des Staates zur Beteiligung folgten, zeigten sich deutsche Unternehmen wenig begeistert. Nachdem die Deutsche Telekom abgewinkt hatte, soll nun Lycos Europe das Wissen um die Suchtechnik einbringen.

(Hayo Lücke)

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