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Qtrax: Legale Musiktauschbörse im Anmarsch

Das Peer-to-Peer-Netzwerk versprach kostenlose und legale Musikdownloads, legte jedoch einen missglückten Start hin. Jetzt sind aber alle Majorlabels mit an Bord, im nächsten Monat soll der Relaunch stattfinden.

12.02.2009, 13:01 Uhr
Datenübertragung© envfx / Fotolia.com

Schon seit geraumer Zeit hat sich das Peer-to-Peer-Netzwerk Qtrax vorgenommen, Musiktitel aller großen Plattenlabels zum Download bereitzustellen – und zwar nicht nur kostenlos, sondern auch legal. Dies klingt nach einem schwierigen Unterfangen, wo sich doch gerade die Musikindustrie eher sträubt, neue Wege zu gehen. Doch jetzt scheint das Projekt ins Rollen zu kommen.
Werbesystem
Qtrax konnte mit der Warner Music Group nun das nächste Majorlabel an Bord holen. Wie der Musikservice in einer Aussendung bekannt gibt, soll der digitale Musikkatalog der Plattenfirma im Rahmen des Lizenzvertrages verfügbar gemacht werden. Im vergangenen Jahr hatte Qtrax bereits eine Kooperation mit Universal vereinbart. Die Künstler und die Rechteinhaber sollen über Sponsoring und Werbeeinblendungen während der Such- und Download-Vorgänge direkt entlohnt werden. Darüber hinaus bieten Händler die Titel und Alben sowie Merchandising über Qtrax zum Kauf an.
Derzeit noch in der Beta-Phase
Die Titel sind mit einer DRM-Software (Digital Rights Management) vor dem Kopieren geschützt werden, sollen aber auch auf Handys und MP3-Player übertragen werden können. Der Anbieter stellt Millionen von Songs in Aussicht: Nach Angaben der Tauschbörse sind auch bereits mit EMI Music und Sony BMG Lizenzdeals unterzeichnet worden. Beim ersten und missglückten Startversuch von Qtrax sah dies noch anders aus.
Um den Musikkatalog nutzen zu können, muss ein Player installiert werden, zusätzlich ist eine Registrierung erforderlich. Das Angebot befindet sich noch im Beta-Betrieb und ist aktuell nur Nutzern aus den USA zugänglich. Wie die Nachrichtenagentur AP berichtet, plant die Internetfirma im nächsten Monat einen Relaunch. Laut Qtrax wird auch daran gearbeitet, den Service für Anwender außerhalb Amerikas verfügbar zu machen.

(Saskia Brintrup)

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