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QSC: Mehr Gewinn und steigende ITK-Umsätze

Die Kölner QSC AG verzeichnete im zweiten Quartal in ihrer klassischen TK-Geschäftssparte weiter zurückgehende Umsätze. Dafür legten die ITK-Umsätze im direkten und indirekten Vertrieb weiter kräftig zu.

12.08.2013, 12:46 Uhr
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Die Kölner QSC AG setzt verstärkt auf das margenstarke ITK-Geschäft und verabschiedet sich zunehmend vom rückläufigen TK-Geschäft. Das der eingeschlagene Kurs der richtige Weg für das Unternehmen ist, wurde auch bei den am Montag vorgelegten Geschäftszahlen für das zweite Quartal dieses Jahres deutlich. QSC setzte die gute operative Entwicklung aus den vorangegangenen Quartalen fort und profitierte dabei vor allem vom Wachstum im ITK-Bereich. Unterm Strich stand ein höherer Konzerngewinn.

TK-Sparte rückläufig, steigende ITK-Umsätze

Im Zeitraum von Anfang April bis Ende Juni gingen die Umsätze mit Wiederverkäufern im klassischen TK-Geschäftsfeld sowohl regulierungs- als auch marktbedingt gegenüber dem Vorjahresquartal um 23 Prozent auf 32,4 Millionen Euro zurück. Alleine die verschärfte Regulierung seit Dezember des vergangenen Jahres sorgt nach Unternehmensangaben in dem Geschäftsbereich für Umsatzeinbußen in Höhe von 7 bis 8 Millionen Euro pro Quartal.

Im direkten Vertrieb, dem inzwischen größten Geschäftsbereich, legten die Umsätze im zweiten Quartal dagegen um 10 Prozent auf 50,3 Millionen Euro zu. Im indirekten Vertrieb setzte QSC im gleichen Zeitraum mit 30,8 Millionen Euro 7 Prozent mehr um. Insgesamt verzeichneten die Kölner von April bis Juni einen Umsatz von 113,5 Millionen Euro, im Vorjahresquartal wurden noch 116,6 Millionen Euro erreicht.

Im ITK-Geschäft meldet QSC hohe laufende Auftragseingänge von 30,5 Millionen Euro nach 12,4 Millionen Euro ein Jahr zuvor. "Ein Großteil dieser Aufträge entfällt auf mehrjährige Outsourcing-Projekte und stammt von Mittelständlern", erläutert QSC-Chef Jürgen Hermann. Punkten könne sein Unternehmen vor allem mit Rechenzentren ausschließlich an deutschen Standorten.

Gewinn verbessert sich um 79 Prozent auf 5,2 Millionen Euro - Prognose für Gesamtjahr bekräftigt

Im zweiten Quartal konnte QSC seine Profitabilität verbessern: Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg um 6 Prozent von 18,1 Millionen Euro im Vorjahr auf 19,2 Millionen Euro zum Stichtag Ende Juni. Der Konzerngewinn legte um 79 Prozent von 2,9 Millionen Euro auf 5,2 Millionen Euro zu. Allerdings hatte QSC bereits im ersten Quartal 2013 einen Gewinn von 5,1 Millionen Euro gemeldet. Der Free Cashflow lag dagegen mit 6,5 Millionen Euro auf Vorjahresniveau (6,6 Millionen Euro). Die Zahl der Mitarbeiter des QSC-Konzerns erhöhte sich um 198 auf 1.615 Beschäftigte.

Die weitere Entwicklung für das Gesamtjahr sieht QSC positiv, die Kölner bekräftigten ihre Prognose. Demnach rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz von mindestens 450 Millionen Euro, die EBITDA-Marge soll bei mindestens 17 Prozent liegen, der Free Cashflow mindestens 24 Millionen Euro erreichen. Zudem werde sich der seit mehreren Quartalen anhaltende Trend weiter fortsetzen: Die ITK-Umsätze werden weiter steigen, während die TK-Umsätze auch in den kommenden Quartalen weiter rückläufig sein werden.

(Jörg Schamberg)

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