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QSC heizt dem Mobilfunk ein

QSC lud zum Workshop nach München und zeigte, wie sie sich die Kommunikationszukunft vorstellt: entsprechende Dienste werden bereits ab Dezember auf den Markt kommen.

13.10.2005, 15:11 Uhr
Notebook© Roman Hense / Fotolia.com

In diesem Jahr baute die Kölner QSC AG ihr bundesweites DSL-Netz zum modernen Next Generation Network (NGN) aus. Jetzt wollen die Breitband-Spezialisten zeigen, was drinsteckt in der neuen Technik und luden daher am gestrigen Mittwoch nach München, zum Workshop "Zukunft der Netze". Der Ausbau des Netzes soll nämlich nicht nur die Realisierung verschiedener Services günstiger machen, so dass sie auch jenseits der Großkundenklientel attraktiv werden. Mit dem NGN als offene Plattform sollen zukünftig schneller neue, kundenorientierte Lösungen realisiert werden können.
Schöne neue IP-Welt
Heute bestehe die Herausforderung nicht mehr in der Zusammenlegung von Daten und Sprache. Stattdessen sieht QSC die Zukunft in der Verknüpfung von Fest- und Mobilnetz, der so genannten Fixed Mobile Convergence. Auf dieser Basis wurden auch die neuen Services entwickelt, die ab Dezember starten sollen und kleinen und mittelständischen Unternehmen als Virtual Office Anwendungen zur Verfügung gestellt werden. Dazu gehört beispielsweise die Interactive Voice Response, ein interaktives, dialogorientiertes Sprachsystem, wie es von Hotlines bekannt ist.
"Du kommst hier nit rein!"
Personal Routing ist dagegen sowohl für Geschäfts- als auch Privatkunden interessant. Mit dieser frisch angekündigten Funktion wird es beispielsweise möglich, Anrufergruppen zeit- oder herkunftsabhängig zu bestimmten Anschlüssen zu vermitteln. Wer zukünftig auf der VIP-Liste landet, wird bevorzugt weitergeleitet, Sperrlisten-Einträge dagegen direkt abgeblockt, was besonders gegen unerwünschte Werbeanrufe, SPIT genannt, wirksam hilft.
Aber auch an den Mobilfunktarifen ihrer Kunden will die QSC kräftig schrauben. Die neuen Dienste Callthrough und Call-Back werden aus den Handynetzen erreichbar sein und kostengünstige Gespräche, insbesondere zu fremden Mobilfunknetzen und ins Ausland ermöglichen. Dabei wird dem Kunden eine Einwahlnummer zur Verfügung gestellt, mit der er das NGN von QSC erreichen kann. Sobald er eine freie Leitung erhält, kann er zu den meist erheblich günstigeren VoIP-Tarifen telefonieren. Die angefallen Kosten werden über die Rechnung von QSC abgerechnet. Bislang ist leider nur der Starttermin Dezember für die neuen Services bekannt, ein Preis oder anvisierte Kundengruppen sind noch nicht bekannt.

(Aleksandra Leon)

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