Security

Qantas verbietet Nutzung von Dell-Akkus

Australische Airline reagiert als erste Fluggesellschaft auf das potenzielle Risiko, das von Dell-Akkus ausgeht.

23.08.2006, 16:38 Uhr
Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com

Die größte Rückrufaktion in der Geschichte des Computer-Herstellers Dell hat nach einem Pressebericht auch Folgen für die zivile Luftfahrt. Einem Bericht der Tageszeitung "The Sydney Morning Herald" zufolge hat die australische Linienfluggesellschaft Qantas, die in Europa die Flughäfen von London/Heathrow und Frankfurt/Main anfliegt, die Nutzung von Dell-Notebookakkus an Bord der eigenen Maschinen bis auf Weiteres verboten.
Notebook-Nutzung ist generell nicht verboten
Dell hatte vor einer Woche gewarnt, dass von 4,1 Millionen Notebook-Akkus potenzille Brandgefahr ausgehe und eine Rückrufaktion gestartet. Bei Qantas lautet das Motto nun "Safety First". Die Airline, die seit ihrer Gründung im Jahr 1920 noch keinen Absturz mit Todesfolge zu verzeichnen hatte, bestätigte gegenüber der Zeitung, dass das Kabinenpersonal angewiesen sei, Passagiere auf das Nutzungsverbot hinzuweisen. An einigen Plätzen der First- und Business Class könnten die Dell Notebooks aber trotzdem genutzt werden, indem sie an die Stromversorgung des Flugzeuges angeschlossen werden.
Ein Informant berichtete der Zeitung, dass es schon beim Sicherheitscheck zu Schwierigkeiten kommen könne. Das Sicherheitspersonal an australischen Flughäfen bestehe zum Teil darauf, dass der Stromkontakt zwischen Notebook-Akku und Laptop abgeklebt werden müsse. Dies beruhe auf einer Vereinbarung zwischen Dell und Qantas. Bis wann die erhöhten Sicherheitsbestimmungen auf Qantas-Flügen gelten, konnte eine Unternehmenssprecherin der Zeitung nicht sagen. Die Rückrufaktion von Dell werde aufmerksam verfolgt, hieß es.

(Hayo Lücke)

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