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Q-DSL: 2,3 Mbit/s für Privatkunden

31.03.2003, 13:25 Uhr
Paar mit Laptop© Syda Productions / Fotolia.com

Noch nie ging es für so wenig Geld mit 2,3 Mbit/s ins Netz - 39 Euro zahlt der Privatkunde monatlich für den neuen DSL-Anschluss von QSC - Q-DSL home2300 - im günstigsten Fall. Im ungünstigsten Fall erscheinen 299 Euro auf der Rechnung.
Der größte Telekom-Konkurrent im DSL-Markt sattelt bei der Bandbreite mächtig auf: 2,3 Mbit/s werden den Kunden im downstream spendiert, die Telekom schafft es hier gerade einmal auf 1,5 Mbit/s. Doch in umgekehrter Richtung knausert QSC noch: Hier gibt es 256 kbit/s, während Kunden der Telekom bereits 384 kbit/s nutzen können.
QSC setzt weiterhin auf die Flatrate
Zwei Tarife wird es in Kombination mit Q-DSL home2300 geben. Für Q-DSL home2300 Flatrate werden pauschal 199 Euro berechnet - und die Q-DSL Grundgebühr ist auch schon drin. Der Tarif Q-DSL home2300 Volumen sieht dagegen auf den ersten Blick recht kompliziert aus. 39 Euro sind auf jeden Fall zu zahlen - für den DSL-Anschluss und für 1.000 MB monatliches Freivolumen.
Wer mehr als 1.000 MB versurft, zahlt 1,3 Cent pro Megabyte - bis 10.000 MB verbraucht sind, dann sinkt der MB-Preis auf 0,9 Cent. Wir haben nachgerechnet: Ab einem Verbrauch von 14.778 MB lohnt sich die Flatrate, die dann günstiger ist.
QSC hat aber der unermesslich hohen Rechnung einen Riegel vorgeschoben: Ab einem Datenvolumen von 28.900 MB wird kein Megabyte mehr berechnet. Somit werden maximal 299 Euro vom Konto abgebucht. Über die Benutzerkonsole myQSC kann der Kunde jederzeit den aktuellen MB-Verbrauch einsehen.
Wohngemeinschaften: Umsonst gefreut
QSC hat die Powersurfer ins Visier genommen: Heavy-Downloader, Online Gamer, Speed-Fanatiker und Streaming-Freunde. Doch wer aus dieser Zielgruppe kann sich schon den Tarif Q-DSL 2300home Flatrate für 199 Euro im Monat leisten? Wer gibt sich mit 10.000 MB Datenvolumen zufrieden, wenn man an einer 2,3-Mbit-Leitung hängt?
In jeder WG, wo Filesharing noch wichtiger ist als das Studium, ertönt ein "hier". Denkste! QSC erlaubt keine Mehrfachplatznutzung. Wo auf den ersten Blick viel versprochen wird - 2,3 Mbit/s, 39 Euro Einstiegspreis -, werden faktisch die Grenzen so eng gesetzt, dass anfangs nur ein kleiner Kundenkreis sich für Q-DSL 2300home interessieren dürfte.
Versuchballone steigen
Der Grund liegt nahe: QSC möchte nicht den Massenmarkt erobern wie ein Konkurrent, der von sich behauptet, 90 Prozent seiner ISDN-Kunden mit DSL versorgen zu können. QSC möchte eine hohe Qualität (Datendurchsatz, Verfügbarkeit) mit einem günstigen Preis verbinden, so Oliver Bröhl, Leiter der Business Unit Privatkunden im Gespräch mit onlinekosten.de.
Sicherlich will QSC auch mit Q-DSL home2300 Geld verdienen. Schließlich habe man ja eine Verpflichtung den Anlegern gegenüber, wie Oliver Bröhl mehrmals betonte. Der DSL-Anbieter setzt auf eine sanfte Markteinführung, um später dann in die Marketing-Offensive gehen zu können.
Eine Erhöhung der Upload-Bandbreite sei genauso möglich, wie ein Drehen an der Preisschraube oder die Kombination mit Hardware, so Bröhl weiter. Auch eine Mehrfachplatz-Nutzung sei möglich, wenn die Kunden das wollten - und natürlich auch bezahlten, so der nicht ausgesprochene Nachsatz.
Anschlusspreis, Laufzeit, Frühbucherrabatt
Der Anschlusspreis beträgt bei einer Laufzeit von 12 Monaten 159 Euro, bei einer Laufzeit von 24 Monaten 59 Euro. Studenten erhalten eine Ermäßigung auf den Aktivierungspreis und zahlen 59 Euro bei einer Laufzeit von 12 Monaten bzw. 0 Euro bei einer 24-monatigen Laufzeit.
Q-DSL home2300 wird zum 1. Mai starten, Bestellungen sind allerdings ab sofort möglich. Bis zum 30. April bietet QSC auch einen Frühbucherrabatt von 10 Euro an, zusätzlich wird bei allen Online-Bestellungen einen Nachlass von 5 Euro gewährt. Bestandskunden können jedoch ohne zusätzliche Gebühren auf den Tarif umsteigen.

(Peter Giesecke)

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