Spiele

ProSiebenSat.1 lässt Star Wars spielen

27 Millionen Menschen in Deutschland spielen Online-Games - und manche sind bereit, dafür zu zahlen. Von diesem Kuchen will auch der TV-Konzern ProSiebenSat.1 ein Stück und baut das Geschäft weiter aus.

11.01.2012, 10:01 Uhr (Quelle: DPA)
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Der TV-Konzern ProSiebenSat.1 setzt auf die Vermarktung bekannter Onlinespiele und kooperiert dafür mit Sony Online Entertainment. Wie das Unternehmen am Dienstag in München mitteilte, sicherte sich die Sendergruppe die europaweiten Exklusivlizenzen von acht Online-Spielen des amerikanischen Spieleentwicklers, darunter "Star Wars: Clone Wars Adventures" oder "EverQuest II". ProSiebenSat.1 setzt seit längerem neben dem werbefinanzierten TV-Geschäft auf das Netz als Erlösquelle, etwa mit Online-Spielen, aber auch Plattformen wie eDarling.

Digital Items sollen Geld in die Kassen spülen

Vor allem die Spiele sieht der zuständige Vorstand Christian Wegner dabei als einen Wachstumstreiber. Geld lässt sich im Netz vor allem über sogenannte Digital Items verdienen, digitale Gegenstände, die Spieler für echtes Geld kaufen können - vom Dünger für die virtuelle Farm bis zu Schwertern für die eigenen Ritter. Noch zahlt von den acht Millionen Nutzern der ProSiebenSat.1-Spiele nur ein kleiner Teil, sagte der Chef der Spiele-Tochter ProSiebenSat.1 Games, Achim Kaspers. Wenn Kunden aber bereit seien zu zahlen, investierten sie je nach Spiel im Schnitt zwischen 15 und 50 Euro pro Monat.

Kostenlimit für Minderjährige

Dabei haben die Manager auch junge Kunden im Visier, die sich häufig sicherer im Internet bewegen. Für Minderjährige sehen die Spiele allerdings pro Monat ein Limit von 60 Euro vor - um die Eltern vor unliebsamen Überraschungen zu schützen, denn bezahlt wird meist über die Telefonrechnung.

Derzeit liegt der Umsatz, den die Sendergruppe mit Online-Spielen macht, noch im zweistelligen Millionenbereich. Bis 2015 soll der Umsatz dann über die 100-Millionen-Marke wachsen. Insgesamt will der Fernsehkonzern bis 2015 einen zusätzlichen Umsatz von 750 Millionen Euro erwirtschaften.

(Hayo Lücke)

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