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Private TV-Sender und die Angst vor DVR

Digitale Videorekorder stellen theoretisch für private TV-Stationen eine Bedrohung dar, da sie Werbung filtern können. Doch die Angst der Sender scheint unbegründet.

16.06.2005, 08:22 Uhr
Internet© rajareddy / Fotolia.com

Das Privatfernsehen muss nach einer Studie keine wirtschaftliche Bedrohung durch Festplattenrekorder fürchten, mit denen Fernsehzuschauer Werbung überspringen können.
Verbreitung schwächelt
Käufer der Rekorder würden diese Möglichkeit kaum nutzen und die digitalen Geräte vielmehr als einen besseren Videorekorder einsetzen, berichtet SevenOneMedia, der Vermarkter der ProSiebenSat.1 Media AG, in München. Die Verbreitung der Festplattenrekorder in Deutschland liegt SevenOneMedia zufolge unter den Erwartungen.
Eine tiefenpsychologische Studie zum Nutzerverhalten ergab der Studie zufolge, dass Fernsehzuschauer trotz der jetzt vorhandenen technischen Möglichkeiten nicht ihr eigener Programmdirektor sein wollten, sondern an ihren alten Sehgewohnheiten festhielten.
Bislang wurden erst etwa 160.000 digitale Videorekorder (DVR) verkauft, womit nur in 0,5 Prozent der Haushalte solch ein Gerät steht. Bis zum Jahr 2006 werde dieser Anteil voraussichtlich auf zwei Prozent statt der von Marktforschern erwarteten sechs Prozent und bis zum Jahr 2010 auf neun Prozent (erwartet: 28 Prozent) steigen.
Funktion eher uninteressant
Einer der Hauptgründe für die schleppende Verbreitung sei, dass die meisten Verbraucher einen DVR nur als Ersatz für den herkömmlichen VHS-Videorekorder anschafften. Die Möglichkeit, Werbung zu überspringen, nannten demnach nur 4,2 Prozent der Kaufinteressenten als Motiv.

(Hayo Lücke)

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